Apple öffnet iOS für Drittanbieter-Zubehör
01.01.2026 - 03:45:12Apple muss bis Juni 2026 sein iPhone-System für Drittanbieter-Hardware öffnen. Das ermöglicht bessere Integration von Fremd-Kopfhörern und Smartwatches, während der Konzern Sicherheitsbedenken betont.
Apple muss sein iPhone-System in der EU bis Juni 2026 für Fremd-Hardware öffnen. Der Konzern bereitet Software-Updates vor, die Funktionen wie das automatische Koppeln auch für Kopfhörer und Smartwatches anderer Hersteller freigeben. Diese tiefgreifende Veränderung wird das Nutzererlebnis auf iOS grundlegend verändern.
Audio-Integration wird zum nächsten großen Thema
Das beherrschende Thema für 2026 ist die Audio-Integration. Bis zum 1. Juni muss Apple laut Vorgaben der EU-Kommission sicherstellen, dass Drittanbieter-Kopfhörer ähnliche Komfortfunktionen bieten können wie die hauseigenen AirPods.
Dies betrifft vor allem zwei Kernfunktionen:
* Proximity Pairing: Das bekannte Pop-up-Fenster, das bei AirPods erscheint, soll künftig auch für andere Kopfhörer verfügbar sein.
* Automatisches Audio-Switching: Die nahtlose Umschaltung des Tons zwischen iPhone, iPad und Mac.
Entwickler haben bereits begonnen, über einen speziellen Prozess Zugriff auf diese Schnittstellen zu beantragen. Experten erwarten, dass die Umsetzung für Nutzer in den kommenden Updates der iOS-19-Reihe sichtbar wird.
Apple‑Fachchinesisch macht Ihnen das Leben schwer? Dieses Gratis‑Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone‑Begriffe in einfachen Worten – inklusive Aussprachehilfen und kurzen Erklärungen zu AirDrop, Apple‑ID und iOS‑Einstellungen. Ideal für Einsteiger und Nutzer, die sich schnell mit neuen Funktionen wie Proximity Pairing oder Drittanbieter‑APIs vertraut machen wollen. Holen Sie sich das kompakte PDF direkt ins Postfach. iPhone‑Lexikon jetzt kostenlos anfordern
Smartwatches erhalten tiefere Integration
Auch für Smartwatch-Hersteller wie Garmin oder Google wird die Lage einfacher. Apple musste bis Ende 2025 eine Lösung bereitstellen, um iOS-Benachrichtigungen zuverlässig an verbundene Drittanbieter-Geräte weiterzuleiten.
Die entsprechenden Programmierschnittstellen (APIs) werden derzeit in Beta-Versionen von iOS 19 getestet. Das Ziel: Uhren, die nicht von Apple stammen, sollen Nachrichten, Anrufe und Gesundheitsdaten ebenso zuverlässig anzeigen können wie eine Apple Watch.
Apple balanciert zwischen Öffnung und Sicherheit
Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Sicherheit. Apple betont, dass jede Öffnung des Systems potenzielle Risiken birgt. Um dem entgegenzuwirken, setzt der Konzern auf strenge Prüfverfahren.
Hardware-Entwickler, die Zugriff auf tiefe Systemfunktionen beantragen, müssen einen Validierungsprozess durchlaufen – ähnlich der „Notarisierung“ von Apps außerhalb des App Stores. Kritiker aus der Entwickler-Community fordern hier maximale Transparenz, damit der Prozess nicht zur bürokratischen Hürde wird.
Was sich für Nutzer bereits geändert hat
Während die Hardware-Integration noch läuft, haben sich andere Aspekte der EU-Regulierung bereits etabliert. Seit dem Frühjahr 2025 können iPhone-Besitzer in der EU Standard-Apps für Navigation, Übersetzung, Browser und E-Mail frei wählen.
Wer heute in der EU auf einen Adresslink tippt, landet nicht mehr automatisch in Apple Maps, sondern kann Google Maps oder Waze als Standard festlegen. Marktanalysen zufolge hat dies bereits zu leichten Verschiebungen bei den Nutzungsanteilen geführt.
Ein globaler Trend trifft Apples “Walled Garden”
Die Entwicklungen sind Teil eines globalen Trend, bei dem Regulierungsbehörden die Marktmacht großer Tech-Plattformen begrenzen wollen. Für Apple bedeutet dies einen schwierigen Spagat: Einerseits muss der Konzern die hohen Sicherheitsstandards wahren, andererseits drohen bei Nichteinhaltung Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Doch Analysten sehen in der Öffnung nicht nur Nachteile. Eine bessere Integration von Drittanbieter-Zubehör könnte das iPhone für Nutzer attraktiver machen, die bisher wegen spezialisierter Sportuhren oder Audio-Equipment zögerten, zu Apple zu wechseln.
Das erwartet iPhone-Nutzer bis Juni
Für Verbraucher wird das erste Halbjahr 2026 spannend. Mit den kommenden Updates werden voraussichtlich diese Änderungen sichtbar:
* Einfacheres Koppeln von Bluetooth-Geräten aller Hersteller.
* Zuverlässigere Benachrichtigungen auf Nicht-Apple-Smartwatches.
* Die Grundlage für AirDrop-Alternativen zum Datenaustausch mit Android-Geräten.
Die vollständige Umsetzung wird bis zum Stichtag am 1. Juni 2026 erwartet. Bis dahin dürften Beta-Versionen weitere Einblicke in das offenere iOS geben.
PS: In 10 Minuten die Apple‑Sprache verstehen – dieses kostenlose PDF macht iPhone‑Neulinge fit für Begriffe rund um Proximity Pairing, automatisches Audio‑Switching und iOS‑Einstellungen. Das iPhone‑Lexikon erklärt knapp, welche Fachbegriffe hinter den neuen Schnittstellen stecken und wie Sie typische Einstellungen finden, bevor die Updates kommen. Praktisch für alle, die sich schnell zurechtfinden wollen. Jetzt iPhone‑Lexikon per E‑Mail sichern


