Apple, Funktion

Apple iOS 26.3: Neue Funktion schützt Nutzer vor Netzbetreiber-Tracking

09.02.2026 - 06:53:12

Apple führt mit iOS 26.3 eine Einstellung ein, die Netzbetreibern nur noch grobe Standortbereiche statt genauer Adressen zeigt. Die Funktion ist zunächst nur für wenige Geräte und Netzpartner verfügbar.

Apple gibt seinen Nutzern erstmals direkte Kontrolle über die Standortdaten, die Mobilfunknetze erhalten. Mit der neuen Einstellung „Präzisen Standort beschränken“ in iOS 26.3 können iPhone-Besitzer verhindern, dass ihr Netzbetreiber ihren genauen Aufenthaltsort verfolgt. Statt einer punktgenauen Adresse erhält der Anbieter nur noch ein ungefähres Gebiet. Die Funktion ist ab sofort für Entwickler verfügbar, die öffentliche Version folgt in Kürze.

So funktioniert die neue Datenschutz-Sperre

Die Innovation zielt auf die sogenannte Cell Site Location Information (CSLI) ab. Dabei ermittelt das Mobilfunknetz die Position eines Geräts über die Verbindung zu verschiedenen Funkmasten. Diese Daten sind für den Netzbetrieb nötig, ermöglichten Betreibern aber bisher auch detaillierte Bewegungsprofile.

Die neue Einstellung reduziert die Genauigkeit dieser Informationen drastisch. Aktiviert der Nutzer die Option, sieht der Netzbetreiber nur noch einen groben Bereich – etwa ein Stadtviertel. Die genaue Straße oder Adresse bleibt verborgen. Apple betont, dass weder die Netzqualität noch Notrufe beeinträchtigt werden. Bei einem Notruf werden weiterhin präzise Standortdaten übermittelt.

Anzeige

Passend zum Thema Privatsphäre – wenn Begriffe wie CSLI, C1-Modem oder Netzbetreiber-Berechtigungen verwirren, hilft ein kompaktes Nachschlagewerk. Das kostenlose iPhone‑Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Apple‑Begriffe leicht verständlich, mit Praxisbeispielen und Aussprachehilfen; ideal, um neue Einstellungen wie „Präzisen Standort beschränken“ wirklich zu verstehen. Gratis iPhone-Lexikon per E‑Mail anfordern

Die Steuerung erfolgt separat von den App-Berechtigungen. Dienste wie „Wo ist?“ oder standortbasierte Apps funktionieren weiter wie gewohnt. Nutzer finden die Option in den Einstellungen unter „Mobilfunk“ > „Mobilfunk-Datenoptionen“.

Hardware und Netze als Hürde

Die Privatsphäre-Funktion hat jedoch Grenzen. Sie ist nicht für alle iPhone-Modelle verfügbar, sondern erfordert Apples eigene C1- oder C1X-Modems. Aktuell sind das nur das iPhone Air, das iPhone 16e und die Mobilfunk-Version des M5 iPad Pro.

Zudem muss der jeweilige Netzbetreiber die Funktion unterstützen. Weltweit startet sie nur bei wenigen Partnern. In Deutschland ist Telekom der einzige Launch-Partner. In den USA bietet nur Boost Mobile die Option, in Großbritannien EE und BT. Für die meisten Nutzer bleibt die Neuerung vorerst unerreichbar – ein Nischenfeature mit großer Symbolkraft.

Antwort auf regulatorischen Druck

Die Einführung wird als direkte Reaktion auf wachsenden Datenschutz-Druck gewertet. Während App-Zugriffe längst verwaltet werden können, hatten Netzbetreiber bisher uneingeschränkten Zugriff auf präzise Standortdaten. Das neue Feature verschiebt die Kontrolle erstmals auf die Netzebene.

Hintergrund sind auch regulatorische Schritte. Die US-Behörde FCC verhängte 2024 hohe Strafen gegen große Netzbetreiber wegen unerlaubtem Handel mit Standortdaten. Apples Vorstoß wirkt wie eine präventive Maßnahme, um die eigene Marke als Datenschutz-Champion weiter zu festigen. Dass das Unternehmen die Funktion vor dem Release ausführlich in einem Support-Dokument erklärt, unterstreicht deren strategische Bedeutung.

Ein neuer Standard für die Branche?

Mit „Präzisen Standort beschränken“ setzt Apple einen neuen Maßstab für Privatsphäre in der Mobilkommunikation. Die begrenzte Verfügbarkeit zu Launch-Zeiten dürfte anderen Netzbetreibern und Herstellern Druck machen, ähnliche Kontrollen anzubieten.

Mit der weiteren Verbreitung eigener Modems in künftigen Gerätegenerationen wird die Funktion für mehr Apple-Nutzer zugänglich werden. Der nächste große Update-Schritt, iOS 26.4, wird für das Frühjahr erwartet. Bis dahin bleibt die neue Standortkontrolle ein mächtiges Werkzeug für eine ausgewählte Gruppe – und ein Signal für eine Zukunft, in der Nutzer souveräner über ihre Daten entscheiden.

Anzeige

PS: Sie haben ein neues iPhone oder möchten diese Datenschutz-Option aktivieren, aber sind unsicher bei den Einstellungen? Das kostenlose iPhone Starterpaket führt Sie Schritt für Schritt durch Einrichtung, Gesten, Modem-Details und Datenumzug – inklusive dem Newsletter „Apfel‑Geheimnisse“. So richten Sie Ihr Gerät datensicher und ohne Frust ein. iPhone Starterpaket kostenlos herunterladen

@ boerse-global.de