Apple baut offizielle Brücke von iPhone zu Android
13.01.2026 - 09:31:12Erstmals bietet Apple ein natives System-Tool, um Daten vom iPhone auf Android-Geräte zu übertragen. Die in der aktuellen Beta von iOS 26.3 entdeckte Funktion markiert das Ende von Apples strikter Abschottung – und ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit mit Google.
Die Ära der geschlossenen Ökosysteme geht zu Ende. Mit der Beta-Version von iOS 26.3, die Entwicklern seit Montag vorliegt, führt Apple erstmals eine systemeigene Funktion zum Wechsel auf Android ein. Unter Einstellungen > Allgemein > iPhone übertragen oder zurücksetzen verbirgt sich der neue Menüpunkt „Zu Android übertragen“. Er ersetzt umständliche Kabel-Lösungen durch einen drahtlosen Prozess, der so einfach sein soll wie die Einrichtung eines neuen iPhones. Die Funktion nutzt WLAN und Bluetooth für eine direkte, sichere Verbindung zwischen den Geräten.
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Eine historische Kehrtwende
Was steckt hinter diesem überraschenden Schritt? Die Antwort liegt in Brüssel. Die Europäische Union hat mit dem Digital Markets Act (DMA) klare Vorgaben für „Gatekeeper“ wie Apple geschaffen. Sie müssen Datenportabilität gewährleisten und Nutzern den Wechsel zu Konkurrenzdiensten erleichtern. Apples selbst gesetzte Frist für eine „nutzerfreundliche Lösung“ lief Ende 2025 aus – mit der aktuellen Beta wird sie nun pünktlich eingelöst.
Doch anders als andere DMA-bedingte Änderungen, die nur in der EU gelten, rollt Apple das Migrations-Tool weltweit aus. Marktbeobachter deuten dies als strategischen Schachzug: Statt als gehorsamer Regulierungs-Erfüller dazustehen, inszeniert sich der Konzern selbst als Vorreiter für Nutzerfreiheit. Zudem spart ein global einheitlicher Codebase Aufwand in der Entwicklung.
Der heimliche Partner: Google
Noch überraschender als die Funktion selbst ist, wer dahintersteckt: Apple und Google, die Erzrivalen im Mobilfunkmarkt, haben hier direkt zusammengearbeitet. Medienberichten zufolge entwickelten beide über Monate einen standardisierten Rahmen für Datenverpackung und -übertragung.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Tool erkennt offenbar sogar iOS-Apps und findet ihre Pendants im Google Play Store, um sie automatisch auf dem neuen Android-Gerät nachzuinstallieren. Bislang mussten Nutzer jede App mühsam von Hand suchen. Sensible Daten wie Passwörter und Nachrichtenverläufe sollen ebenfalls übertragen werden. Lediglich stark verschlüsselte oder proprietäre Inhalte – etwa Gesundheitsdaten – bleiben außen vor.
Mehr als nur Daten-Export
Die Beta von iOS 26.3 bringt weitere Neuerungen, vor allem für Europa. Eine Benachrichtigungs-Weiterleitung soll Smartwatches von Drittherstellern wie Samsung oder Garmin zuverlässiger mit iPhone-Benachrichtigungen versorgen. Bislang funktionierte dies nur mit der Apple Watch reibungslos. Diese Funktion bleibt jedoch, anders als das Migrations-Tool, wohl auf die EU beschränkt.
Im Hintergrund arbeitet zudem ein neues Sicherheitssystem. Mit „Hintergrund-Sicherheitsverbesserungen“ kann Apple kritische Patches für Systemkomponenten wie den WebKit-Browser ausrollen, ohne ein komplettes iOS-Update und Neustart zu erzwingen. Diese „Hot-Patching“-Fähigkeit könnte Sicherheitslücken schneller schließen.
Offene Gärten, freiwillige Kunden
Bleibt die entscheidende Frage: Wird Apple damit seinen eigenen Marktanteil gefährden? Einige Investoren fürchten höhere Abwanderungsraten, wenn der Wechsel so einfach wird. Andere Analysten sehen es genau umgekehrt. Indem Apple die „Falle“ der Daten-Abschottung entfernt, setzt der Konzern voll auf die Qualität seiner Hardware und Dienste. Die Botschaft: Nutzer sollen aus Überzeugung bleiben, nicht aus Bequemlichkeit.
Der Wettbewerb verschiebt sich damit fundamental. Es geht nicht mehr darum, Nutzer in einem geschlossenen Garten einzusperren. Der Fokus liegt nun auf echter User Experience und Innovation. Die Mauern von Apples Garten sind nicht gefallen – aber das Unternehmen hat ein Tor eingebaut und übergibt den Schlüssel erstmals an seine Nutzer. Die öffentliche Version von iOS 26.3 wird voraussichtlich Ende Januar oder Anfang Februar 2026 erscheinen.
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