Altria, Aktie

Altria Aktie: Institutionelle kaufen zu

08.01.2026 - 21:36:31

Institutionelle Anleger erhöhen ihre Positionen bei Altria, während die Fed Zinssenkungen signalisiert. Die hohe Dividendenrendite steht jedoch gegen strukturelle Schwächen im Tabakgeschäft.

Altria Group rückt am Donnerstag ins Rampenlicht – nicht wegen einer Produktneuheit oder Quartalszahlen, sondern aufgrund zweier Faktoren: Große Asset Manager stocken ihre Positionen auf, während die US-Notenbank Zinssenkungen signalisiert. Für den Tabakkonzern mit seiner Dividendenrendite von 7,54% könnte das zu einer gefährlichen Wette werden.

Institutionelle setzen auf den Dividenden-Klassiker

Aktuelle Meldepflicht-Daten zeigen: Robeco Institutional Asset Management hat seine Beteiligung an Altria um 12,0% erhöht und hält nun 796.225 Aktien im Wert von rund 52,6 Millionen Dollar. Auch kleinere Fonds wie Kercheville Advisors und Founders Grove bauten ihre Positionen aus.

Der Hintergrund: Fed-Gouverneur Stephen Miran stellte am 8. Januar aggressive Zinssenkungen von über 100 Basispunkten für 2026 in Aussicht. Für Altria, die als klassischer “Bond Proxy” gilt, ist das ein zweischneidiges Schwert. Einerseits wird die 7,5%-Dividende im Vergleich zu sinkenden Anleiherenditen attraktiver. Andererseits bleibt die fundamentale Frage: Ist das Geschäftsmodell tragfähig genug, um diese Ausschüttung langfristig zu halten?

Die strukturelle Schwäche bleibt

Trotz einer Marktdominanz von 42% mit der Marke Marlboro kämpft Altria gegen strukturelle Gegenwinde. Die Raucherquote unter US-Erwachsenen ist unter 15% gefallen, der Zigarettenabsatz schrumpft kontinuierlich. Die Hoffnung ruht auf rauchfreien Produkten: Die Tochtermarke on! eroberte 8,8% des Einzelhandelsmarkts für Oraltabak – ein Plus von 180 Basispunkten im Jahresvergleich.

Mit einem KGV von 10,52 handelt die Aktie deutlich unter dem S&P-500-Schnitt. Die niedrige Bewertung spiegelt das regulatorische Risiko und die Volumenschwäche wider. Altria hat seine Dividende 56 Jahre in Folge erhöht – doch die Frage ist, ob die Cashflows aus dem schrumpfenden Kerngeschäft dies auch künftig stützen können.

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Analysten bleiben zurückhaltend

Das Analystenkonsens zeigt Skepsis: Von 16 Analysten empfehlen 44% die Aktie zum Kauf, 31,3% raten zu Halten, 25% zu Verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 60,29 Dollar – ein Aufwärtspotenzial von etwa 8%. Goldman Sachs ist mit 72 Dollar deutlich optimistischer und verweist auf die Cashflow-Stabilität.

Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob das Wachstum im rauchfreien Segment den Volumenrückgang im Zigarettengeschäft tatsächlich kompensieren kann. Bis dahin bleibt Altria eine Wette auf sinkende Zinsen – mit einem Geschäftsmodell, das unter Druck steht.

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