Adobe, Aktie

Adobe Aktie: Erneute Stolpersteine

06.01.2026 - 18:18:30

Jefferies stuft Adobe-Aktie herab, da die KI-Investitionen trotz hoher Nutzung noch keinen messbaren Umsatzschub bringen. Der Wettbewerbsdruck wächst.

Adobe kämpft mit einem grundlegenden Problem: Trotz massiver Investitionen in generative KI und der viel beachteten Firefly-Technologie fließt kaum zusätzliches Geld in die Kassen. Jefferies hat nun die Konsequenzen gezogen und die Bewertung von Kaufen auf Halten gesenkt. Die zentrale Frage: Kann Adobe seine KI-Technologie überhaupt monetarisieren?

Umsatz-Versprechen nicht eingelöst

Analyst Brent Thill von Jefferies reduzierte das Kursziel von 500 auf 400 US-Dollar und begründet den Schritt mit enttäuschenden Umsatztrends. Seit dem Geschäftsjahr 2023 verlangsamt sich das Wachstum kontinuierlich – und auch die Prognose für 2026 deutet nicht auf eine KI-getriebene Trendwende hin.

Die Zahlen wirken zunächst beeindruckend: Die Nutzung generativer KI-Credits stieg im dritten Quartal um das Dreifache. Mehr als ein Drittel der wiederkehrenden Jahresumsätze sind inzwischen KI-beeinflusst. Doch der entscheidende Punkt fehlt: Ein messbarer Umsatzbeitrag durch die neuen KI-Funktionen lässt sich nicht nachweisen. Jefferies geht davon aus, dass auch bis 2030 keine nennenswerte Beschleunigung des Gesamtumsatzes durch KI zu erwarten ist.

Konkurrenz auf zwei Fronten

Die Situation verschärft sich durch wachsenden Wettbewerbsdruck. Content-Generierungs-Modelle von Alphabet, Meta und OpenAI dringen in Adobes Kernmärkte vor. Gleichzeitig gewinnen etablierte Konkurrenten wie Figma und Canva kontinuierlich Marktanteile. KeyBanc hatte Adobe bereits im Dezember auf Untergewichten herabgestuft und dabei genau diese Bedrohungslage hervorgehoben.

Analysten uneinig über Bewertung

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 414 US-Dollar – was einem Aufwärtspotenzial von rund 25 Prozent entspricht. Die Spannweite der Schätzungen reicht allerdings von 270 bis 605 US-Dollar, ein deutliches Zeichen für die Unsicherheit am Markt. Von 29 erfassten Analysten vergeben derzeit zwölf ein Halten-Rating, während drei zum Verkauf raten.

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In den vergangenen Wochen haben mehrere Häuser ihre Einschätzungen nach unten korrigiert: Wolfe Research senkte das Ziel auf 440 US-Dollar, Oppenheimer auf 430 US-Dollar, Morgan Stanley auf 425 US-Dollar.

Geschäftszahlen solide, Ausblick verhalten

Im Dezember präsentierte Adobe Quartalszahlen, die die Erwartungen leicht übertrafen. Der Gewinn je Aktie lag bei 5,50 US-Dollar (erwartet: 5,40 US-Dollar), der Umsatz bei 6,19 Milliarden US-Dollar (erwartet: 6,11 Milliarden). Das Wachstum betrug 10,5 Prozent im Jahresvergleich.

Für das Gesamtjahr 2026 stellt Adobe einen Gewinn je Aktie zwischen 23,30 und 23,50 US-Dollar in Aussicht. Die Prognose enttäuschte jedoch jene Investoren, die auf einen KI-bedingten Wachstumsschub gehofft hatten. Der Fokus des Unternehmens liegt weiterhin auf der Verbreitung der KI-Funktionen – nicht auf deren schneller Monetarisierung. Solange sich das nicht ändert, dürfte die Aktie unter Druck bleiben.

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