Top-Trend, Burnout

90-Sekunden-Regel wird zum Top-Trend gegen Burnout

02.01.2026 - 17:10:12

Die neurobiologische Regel zur Selbstregulation erlebt als präzises Tool gegen digitalen Stress ein Comeback und wird für den Arbeitsalltag relevant. Experten sehen Integration in betriebliche Gesundheitskonzepte.

Eine alte neurobiologische Erkenntnis feiert als Anti-Stress-Tool ein Comeback. Die sogenannte 90-Sekunden-Regel wird in aktuellen Trendreports für 2026 als entscheidende Methode gegen emotionale Überflutung und digitalen Burnout gehandelt. Sie rückt pünktlich zum Internationalen Tag der Geistigen und Körperlichen Gesundheit am 3. Januar in den Fokus.

Neurobiologischer Hack gegen Stress

Die Regel basiert auf einer simplen, aber wirkungsvollen Tatsache: Die physiologische Lebensdauer einer akuten Stressreaktion – ob Wut, Angst oder Frust – beträgt nur etwa anderthalb Minuten. In dieser Zeit durchflutet eine chemische Kaskade aus Hormonen wie Cortisol den Körper und ebbt dann wieder ab. Alles, was danach an Emotionen bleibt, wird durch gedankliches „Wiederkäuen“ künstlich am Leben erhalten.

Laut dem aktuellen Trendreport von Favor Mental Health wird diese Erkenntnis zum Kern der geforderten „Emotional Literacy“ (emotionale Kompetenz) für das neue Jahr. Es geht nicht um vage Achtsamkeit, sondern um präzise Selbstregulation. Wer lernt, diese 90 Sekunden einfach zu beobachten, ohne die Gefühls-Schleife neu zu starten, gewinnt die Kontrolle über sein Nervensystem zurück.

Praktische Anwendung im Arbeitsalltag

Die Umsetzung ist denkbar einfach und erfordert keine lange Meditation. Bei einer starken Emotion – etwa nach einer kritischen E-Mail – soll man bewusst eine 90-sekündige Pause einlegen. In dieser Zeit beobachtet man die körperlichen Empfindungen wie ein neutraler Wissenschaftler, ohne sie zu bewerten oder eine Geschichte darum zu weben.

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  • Die Methode gilt als Gegenentwurf zur toxischen „Grind Culture“.
  • Sie passt perfekt in den Trend der „Micro-Habits“: Eine Intervention von nur 90 Sekunden ist extrem niederschwellig.
  • Berichte zeigen, dass Führungskräfte, die diese Technik nutzen, seltener impulsive Entscheidungen treffen, die sie später bereuen.

Warum die Methode jetzt boomt

Die plötzliche Prominenz der Regel ist eine direkte Reaktion auf die digitale Arbeitswelt. Die Erwartung ständiger Erreichbarkeit und die Flut an Reizen lassen das Nervensystem kaum zur Ruhe kommen. Wo abstrakte Entspannungsratschläge nicht mehr greifen, wird ein präzises, in den Workflow integrierbares Tool gefordert.

Experten erwarten für 2026, dass solche Techniken zunehmend in betriebliche Gesundheitsrichtlinien einfließen. Sogar Wearables könnten künftig basierend auf biometrischen Daten eine 90-Sekunden-„Abkühlphase“ vorschlagen. Die Diskussion bewegt sich weg von reiner Symptombekämpfung hin zu einer neuen Reaktionskultur. Könnte dieses Wissen die Art, wie wir Konflikte austragen, nachhaltig verändern?

@ boerse-global.de