4,2 Milliarden für Niederösterreichs Bauwirtschaft
29.11.2025 - 13:00:12Niederösterreich investiert massiv in die Bauwirtschaft. Während die Landesregierung beim Bauwirtschaftsgipfel diese Woche 4,2 Milliarden Euro für 2026 ankündigte, erhielt die Windkraft Simonsfeld AG den renommierten ZV-Bauherrenpreis für ihre nachhaltige Firmenerweiterung. Zwei Ereignisse, die zeigen: Das Land setzt auf antizyklische Investitionen und ökologische Transformation.
Die Strategie kommt nicht von ungefähr. Der private Wohnbau liegt am Boden – hohe Zinsen und die strenge KIM-Verordnung lähmen den Markt. Doch anstatt abzuwarten, greift das Land aktiv ein.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner machte am Mittwoch im St. Pöltner Landhaus klar: „Die Bauwirtschaft ist eine ganz wesentliche Säule für Arbeitskräfte und Wohlstand in Niederösterreich.” Die Zahlen untermauern das: Über 54.000 Beschäftigte erwirtschaften 5,2 Milliarden Euro – 7,9 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung.
Allein die Landesabteilung für Gebäude- und Liegenschaftsmanagement plant für 2026:
- 144 Millionen Euro Investitionsvolumen
- 150 konkrete Bauprojekte
- Schwerpunkt auf öffentlicher Infrastruktur
Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, begrüßte die Planungssicherheit für kleinere und mittlere Betriebe. Seine Warnung: Ohne Lockerung der KIM-Verordnung droht dem freifinanzierten Wohnbau der Kollaps.
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Windkraft-Zentrale als architektonisches Statement
Am Freitagabend setzte Wiener Neustadt den zweiten Akzent der Woche. In den historischen Kasematten verlieh die Zentralvereinigung der Architekt:innen den Bauherrenpreis 2025 – und würdigte damit die Windkraft Simonsfeld AG aus Ernstbrunn.
Die Erweiterung der Firmenzentrale, entworfen von juri troy architects, überzeugte die Jury durch konsequente Ökologie: regionale Materialien, innovative Holzbauweise, ressourcenschonende Umsetzung. Für das Unternehmen ist das Gebäude mehr als Architektur – es ist gelebte Firmenphilosophie.
Ein Trend, der sich durchzieht: Unternehmen nutzen ihre Immobilien zunehmend, um ESG-Kriterien sichtbar zu machen. Nachhaltigkeit wird vom Versprechen zum physischen Raum.
Sanierung statt Neuversiegelung
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister verkündete den Paradigmenwechsel: „Es hat sich mittlerweile gut herumgesprochen, dass Sanieren ein Weg ist, der manchmal günstiger ist als ein Neubau.”
Die kürzlich reformierte Bauordnung und die neue Wohnbauförderungsrichtlinie sollen bürokratische Hürden abbauen. Ziel: Ortskerne wiederbeleben, alte Bausubstanz revitalisieren, Bodenversiegelung vermeiden.
Die Rechnung geht auf mehreren Ebenen auf. Sanierungen sind arbeitsintensiver als standardisierte Neubauten – das sichert Aufträge für Installateure, Elektriker und lokales Baunebengewerbe. Gleichzeitig schont es Ressourcen und erfüllt Klimaschutzziele.
Gemeinnützige als Stabilitätsanker
Der freie Wohnbausektor kämpft. Branchenvertreter Johannes Wild prognostiziert: Bis 2026 könnten weniger als 1.000 Einheiten im freifinanzierten Bereich fertiggestellt werden.
Hier springen die gemeinnützigen Bauträger ein. Die „Wohnbau-Offensive” des Landes zielt auf 7.000 neue geförderte Wohneinheiten bis 2026. Anders als private Investoren agieren Gemeinnützige nicht renditegetrieben – sie können antizyklisch bauen, sofern die Förderkulisse stimmt.
Die Anhebung der Annuitätenzuschüsse soll genau das sicherstellen: bezahlbaren Wohnraum schaffen, während der Markt sich erholt.
Zwei Geschwindigkeiten bis 2026
Für das kommende Jahr zeichnet sich eine klare Zweiteilung ab. Während privater Einfamilienhausbau und spekulativer Wohnbau weiter unter Druck stehen, treiben öffentliche Aufträge und nachhaltige Gewerbeprojekte die Branche an.
Die Auszeichnung der Windkraft Simonsfeld und die 4,2 Milliarden des Landes senden dieselbe Botschaft: Qualität schlägt Quantität. Unternehmen, die jetzt in energieeffiziente Standorte investieren, und Handwerksbetriebe, die auf Sanierung setzen, werden profitieren.
Das Investitionspaket fungiert als Konjunkturanker – bis sich Zinsen und private Investitionen normalisieren. Niederösterreich will nicht abwarten, sondern gestalten.
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