2G / 3G-Abschaltungen isolieren alte Handys in Europa
01.01.2026 - 05:22:12Die Schweiz und Israel haben ihre 2G- und 3G-Netze abgeschaltet, was alte Handys unbrauchbar macht. In Deutschland wird die Technologie zum Sicherheitsrisiko, während die Netzbetreiber eigene Abschaltpläne verfolgen.
Ab heute funktionieren reine 2G- und 3G-Handys in Teilen Europas nicht mehr. In der Schweiz und Israel wurden die alten Netze zum Jahreswechsel abgeschaltet. Auch in Deutschland wird die Technologie zum Sicherheitsrisiko.
Für Tausende Grenzgänger und Urlauber begann der Neujahrstag mit einem “Kein Netz”-Symbol. Die Swisscom stellte in der Schweiz pünktlich den 3G-Dienst (UMTS) ein. Nachdem 2G dort bereits Geschichte ist, sind Telefonie und mobile Daten für Geräte ohne VoLTE-fähiges 4G nun nicht mehr verfügbar. Besonders ältere Senioren-Handys und importierte Smartphones sind betroffen.
Noch drastischer ist die Lage in Israel. Dort traten heute die vollständigen Abschaltungen von 2G und 3G in Kraft. Wer sich mit einem alten Gerät dort aufhält, ist kommunikativ isoliert. Auch in Frankreich beginnt Orange in diesem Jahr mit der schrittweisen Stilllegung des 2G-Netzes.
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Sicherheits-Update macht alte Handys unbrauchbar
Doch nicht nur die physische Abschaltung setzt den Geräten zu. Neue Sicherheitsrichtlinien zwingen Nutzer auch in Deutschland zum Handeln. Der Grund: Eine massive Welle von Angriffen durch sogenannte “SMS-Blaster” oder “Stingrays”.
Diese kriminellen Werkzeuge nutzen die veraltete Verschlüsselung des GSM-Standards (2G). Sie geben sich als legitimer Funkmast aus und schleusen Phishing-SMS direkt auf die Smartphones – oft unter Umgehung von Spam-Filtern. Aktuelle Analysen zeigen, dass Angreifer gezielt Geräte attackieren, die noch im 2G-Netz eingebucht sind.
Google und Apple haben reagiert. In den neuesten Betriebssystem-Updates ist die Option “2G zulassen” standardmäßig deaktiviert oder wird prominent zur Abschaltung empfohlen. Für ein reines 2G/3G-Handy bedeutet dieser Sicherheitsschritt das faktische Aus. Wer die Funktion deaktiviert, macht sein altes Gerät unbrauchbar. Wer sie aktiviert lässt, setzt persönliche Daten und Online-Banking einem Risiko aus.
Roaming-Lücke und stille Notrufe
Die Abschaltungen treffen besonders Pendler und Reisende. Branchenbeobachter warnen vor einer “Roaming-Lücke”. Ein deutsches Smartphone, das zu Hause noch über 2G funktioniert, verliert beim Grenzübertritt in die Schweiz oder nach Israel sofort die Verbindung.
Besonders kritisch ist die Situation für automatische Notrufsysteme (eCall) in älteren Fahrzeugen und für IoT-Geräte wie Tracker. Viele dieser Systeme nutzen Roaming-SIM-Karten, die sich im Ausland in das stärkste verfügbare Netz einbuchen. Fällt 2G/3G weg, senden diese Geräte keine Signale mehr. Automobilclubs raten Fahrern älterer Modelle zu prüfen, ob ihre Notrufsysteme 4G-fähig sind.
Deutschland als technologiche Insel
Im internationalen Vergleich wirkt Deutschland zunehmend wie ein “Analog-Museum”. Während die Schweiz und die USA alte Netze konsequent abschalten, gewähren deutsche Anbieter dem 2G-Standard eine Gnadenfrist.
- Die Deutsche Telekom plant das Ende ihres 2G-Netzes für den 30. Juni 2028.
- Vodafone will schrittweise bis 2030 aussteigen.
- O2 Telefónica prüft Szenarien, hat aber noch kein konkretes Datum.
Diese Verzögerung ist der deutschen Industrie geschuldet: Unzählige Maschinen, Stromzähler und Aufzüge funken hierzulande noch im GSM-Netz. Doch der Druck steigt. Die Pflege der veralteten Technik bindet wertvolle Frequenzen und Energie, die für den 5G- und kommenden 6G-Ausbau benötigt werden. Die aggressive Abschaltpolitik der Nachbarländer könnte die deutschen Zeitpläne nun beschleunigen.
Für Verbraucher ist die Botschaft klar: Das Zeitalter der “Dumbphones” und reinen 3G-Smartphones ist vorbei. Wer noch ein Gerät ohne “Voice over LTE” (VoLTE) nutzt, sollte 2026 als das Jahr des Umstiegs betrachten.
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