Ausland, Militär

Verteidigungsminister plant weitere Militärhilfe für Ukraine

12.06.2023 - 23:48:30

Vor dem Hintergrund aktueller Berichte über zerstörte Leopard-2-Panzer in der Ukraine hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) weitere Militärhilfen für das Land angekündigt.

In der Sendung "RTL Direkt" sagte Pistorius am Montagabend: "Wir werden nicht jeden Panzer ersetzen können, der jetzt ausfällt. Was wir aber tun (?), wir werden ab Juli weiter aufwachsend Leopard 1 A5 Panzer, die instand gesetzt sind, nachliefern. Und bis zum Ende des Jahres werden das über 100 sein."

Zwar wollte Pistorius nicht die Echtheit von Bildern bestätigen, die von Russland zerstörte Leopard-2-Panzer zeigen sollen, räumte jedoch ein: "Das gehört leider zur Natur eines Krieges, dass Waffen zerstört werden, dass Panzer zerstört werden und Menschen getötet werden. Deswegen ist unsere Unterstützung für die Ukraine ja so wichtig." Zur Nato-Übung Air Defender erklärte der Verteidigungsminister: "Gerade Luftstreitkräfte sind von zentraler Bedeutung im Falle eines Angriffs, weil sie First Responder sind zur Sicherung der Bevölkerung und auch der eigenen Streitkräfte." Die Übung habe "zum Ziel, klar zu machen, die Nato und die deutsche Luftwaffe, wir sind verteidigungsbereit. Auch gegenüber Putin, gegenüber jedem, der unsere Freiheit und unsere Sicherheit bedroht." Forderungen nach der Lieferung deutscher Eurofighter-Kampfjets in die Ukraine erteilte Pistorius eine Absage: "Die Frage stellt sich aktuell gar nicht, weil die Ukraine fordert vor allen Dingen F-16 Kampfflugzeuge." Zudem sei die Bundeswehr auf die Eurofighter angewiesen, um die eigene Verteidigungsbereitschaft sicherzustellen, so Pistorius. Und weiter: "Viele verschiedene Systeme helfen der Ukraine am Ende auch nicht, weil hinter jedem Flugzeug eine spezielle Ausbildung steht, eine spezielle Logistik, eine spezielle Instandsetzung."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Nato-General: Allianz will an Ostflanke heiße Zone einrichten Die Nato will in den kommenden zwei Jahren an der Grenze zu Russland massiv aufrüsten und deutlich mehr Waffen einlagern."Wir werden spürbar größere Vorräte als bisher in den Nato-Grenzstaaten zu Russland sehen, dazu gehören beispielsweise Waffen- und Munitionsdepots zur Wiederbewaffnung der Verteidigungssysteme in der automatisierten Zone, aber auch zur Ausrüstung der Nato-Streitkräfte", sagte Brigadegeneral Thomas Lowin, Vizechef des Stabes für Operationsführung im Nato-Landkommando in Izmir (TRK), der "Welt am Sonntag".Zudem will die Nato laut Lowin "ein komplexes, mehrschichtiges Verteidigungssystem entlang der Grenze zu Russland und Weißrussland aufbauen und zur Verteidigung nicht nur konventionelle Truppen einsetzen, sondern durch Hindernisse und den Einsatz von Technik eine roboterisierte oder automatisierte Zone im grenznahen Bereich zum Gegner schaffen, die dieser dann erst einmal überwinden muss".Mit Lowin spricht erstmalig ein Nato-General öffentlich über das neue Verteidigungskonzept, das "Eastern Flank Deterrence Line" (EDFL) genannt wird. (Ausland, 24.01.2026 - 08:26) weiterlesen...

Merz betont transatlantische Gemeinsamkeiten im Grönland-Konflikt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich im Grönland-Konflikt diplomatisch gezeigt und transatlantische Gemeinsamkeiten betont.Dass die US-Regierung in den letzten Tagen vehement einen größeren Einfluss in Grönland gefordert habe, um Sicherheitsbedrohungen im hohen Norden entgegenzuwirken, zeige, dass die USA Bedrohungen durch Russland in der Arktis ernstnähmen, sagte Merz am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.Dabei verlagerte er den Fokus in der Bedrohung Grönlands von den USA auf Russland und China. (Ausland, 22.01.2026 - 10:07) weiterlesen...