USA, Computer

OpenAI-Rivale Anthropic nimmt nächste Branchen ins Visier

06.02.2026 - 01:56:41

KI preschte bisher nur punktuell in den Büroalltag vor. Vom OpenAI-Rivalen Anthropic gibt es nun Software, die in weiteren Branchen Menschen Konkurrenz machen soll.

Im Wettlauf der KI-Entwickler weitet der OpenAI-Rivale Anthropic die Fähigkeiten seiner Software Claude auf mehr Bereiche aus. Mit der neuen Version Opus 4.6 soll Claude unter anderem auch Aufgaben der Finanzanalyse übernehmen können. Dafür werte Claude etwa Unternehmensdaten, Pflichtmitteilungen und Marktinformationen aus, wie Anthropic erläuterte. 

Aktien von Finanzanalyse-Firmen verbuchten nach Vorstellung der neuen KI-Software zum Teil deutliche Kursverluste. Vergangene Woche hatte Anthropic mit einem Angebot für juristische Dienstleistungen bereits ein Kursrutsch bei Spezialisten für klassische Software in dem Bereich ausgelöst.

Aufspüren von Software-Schwachstellen

Claude Opus 4.6 ist laut Anthropic auch besser darin, Sicherheitslücken in Software zu finden. So habe die KI mehr als 500 bisher nicht bekannte schwerwiegende Schwachstellen in Sammlungen von Open-Source-Programmen entdeckt, hieß es. Anthropic hatte zuvor allerdings auch davor gewarnt, dass Online-Angreifer ebenfalls auf Künstliche Intelligenz für ihre Attacken setzen.

Der ChatGPT-Erfinder OpenAI veröffentlichte unterdessen fast zur gleichen Zeit eine verbesserte Version seiner KI-Software zum Programmieren. GPT-5.3-Codex sei auch das erste Modell, das maßgeblich an seiner eigenen Entwicklung beteiligt gewesen sei, hieß es.

KI-Rivalität

OpenAI und Anthropic wetteifern darum, ihre Software mit Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Behörden unterzubringen. Aktuell setzt die Branche auf sogenannte KI-Agenten, die eigenständig mehrstufige Aufgaben erledigen können. Bisher veränderte KI vor allem das Programmieren von Software. Früher mussten Menschen den Software-Code weitgehend selbst schreiben. Inzwischen wird dieser zu großen Teilen von KI erstellt und von den Mitarbeitern geprüft.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Amazon plant Investitionen von 200 Milliarden Dollar. Amazon will auch bei Satelliten und Robotik mitmischen. Das geht ins Geld - und die Börse wird nervös. Tech-Riesen überbieten sich gerade mit gewaltigen Investitionen in KI-Infrastruktur. (Wissenschaft, 05.02.2026 - 22:48) weiterlesen...

Trump: Habe ChatGPT noch nicht benutzt. Selbst lässt der Präsident aber die Finger von ChatGPT und Co. Donald Trump sieht sich als Verfechter der amerikanischen KI-Industrie. (Wissenschaft, 05.02.2026 - 04:28) weiterlesen...

Google-Mutter Alphabet plant gewaltige KI-Investitionen. Der Mutterkonzern Alphabet plant außergewöhnliche Investitionen, um die Infrastruktur dafür zu schaffen. Google will ChatGPT und Co mit seiner KI-Software Gemini übertreffen. (Wissenschaft, 04.02.2026 - 22:37) weiterlesen...

Telekom nimmt große KI-Fabrik in München in Betrieb 10.000 Grafikprozessoren arbeiten für deutsche Firmen, Start-ups und die Wissenschaft – mit Ökostrom und Hightech-Kühlung. (Wissenschaft, 04.02.2026 - 14:18) weiterlesen...

Warum die Telekom ein riesiges KI-Rechenzentrum eröffnet Die Telekom und der führende KI-Chip-Hersteller Nvidia investieren Milliarden in München. (Wissenschaft, 04.02.2026 - 06:00) weiterlesen...

Musk kann Klage zu Twitter-Übernahme nicht abweisen lassen. Die Börsenaufsicht zog vor Gericht - und erringt nun einen ersten juristischen Etappenerfolg. Elon Musk meldete beim Twitter-Kauf zu spät das Überschreiten einer wichtigen Beteiligungsmarke. (Wissenschaft, 04.02.2026 - 01:22) weiterlesen...