R+V, Strategie

R+V stellt sich mit neuer Strategie zukunftsfÀhig auf

31.03.2025 - 10:45:00

Wiesbaden - In einem turbulenten und herausfordernden Umfeld hat sich die R+V Versicherung im GeschÀftsjahr 2024 sehr gut behauptet. "Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sind wir in allen Sparten gewachsen und haben ein Rekord-Konzernergebnis erzielt", sagte Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der genossenschaftlichen R+V Versicherung, im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Wiesbaden.

2024: IFRS-Ergebnis steigt auf 1,3 Milliarden Euro

Die R+V beendete das GeschĂ€ftsjahr 2024 mit einem Konzernergebnis vor Steuern (IFRS) von 1,3 Milliarden Euro. Damit ĂŒbertraf sie das gute Vorjahresergebnis von knapp einer Milliarde Euro deutlich. Dazu trug vor allem das sehr gute Kapitalanlageergebnis in Höhe von 5,9 Milliarden Euro (2023: 3,5 Milliarden Euro) bei.

Der R+V Konzern wies zum Jahresende 2024 eine unverĂ€ndert hohe RisikotragfĂ€higkeit auf. Wie im Vorjahr lag die SCR-Quote (Solvency Capital Requirement) ohne RĂŒckstellungstransitionals zum Jahresende bei 168 Prozent. Die R+V gehört seit Jahren zu den finanzstĂ€rksten deutschen Versicherungsunternehmen.

Nach HGB-Rechnungslegung beendete die R+V Versicherung AG, die Muttergesellschaft des R+V Konzerns und TrĂ€gerin des RĂŒckversicherungsgeschĂ€fts, das Jahr 2024 mit einem Ergebnis von 115 Millionen Euro vor Steuern (2023: 195 Millionen Euro). "Der RĂŒckgang ist vor allem darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass wir unsere SchwankungsrĂŒckstellung deutlich gestĂ€rkt haben", erlĂ€uterte der R+V-Vorstandsvorsitzende. GemĂ€ĂŸ Handelsgesetzbuch (HGB) dient die SchwankungsrĂŒckstellung dazu, Schwankungen im Schadenverlauf kĂŒnftiger Jahre auszugleichen.

Wachstum in allen Sparten

Die Beitragseinnahmen der R+V erhöhten sich gegenĂŒber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro. Das inlĂ€ndische ErstversicherungsgeschĂ€ft verzeichnete ein Plus von 2,8 Prozent und erreichte 16 Milliarden Euro. Alle Sparten trugen dazu bei. Das GeschĂ€ft in der Schaden- und Unfallversicherung wuchs um 5,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Der Umsatz in der Lebens- und Pensionsversicherung stieg um 0,4 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Sowohl im GeschĂ€ft gegen laufenden Beitrag als auch im EinmalbeitragsgeschĂ€ft konnte die R+V wieder zulegen. Auch in der Krankenversicherung erhöhten sich die Beitragseinnahmen weiter um 4,7 Prozent auf fast eine Milliarde Euro.

Weitere Wachstumstreiber waren auch im GeschĂ€ftsjahr 2024 die Aktive RĂŒckversicherung und das AuslandsgeschĂ€ft. Im RĂŒckversicherungsgeschĂ€ft legte die R+V mit 9,1 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu. Die italienische Tochter Assimoco steigerte ihr Beitragsvolumen um 30,6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

Steigender Trend bei SchÀden durch Naturgefahren hÀlt an

Das GeschĂ€ftsjahr 2024 war in Bezug auf ElementarschĂ€den vor allem von kleineren und mittleren Ereignissen geprĂ€gt. Auch wenn schwere Großereignisse wie die Ahrtal-Flut im Jahr 2021 im zurĂŒckliegenden GeschĂ€ftsjahr ausgeblieben sind, ist dennoch auch in durchschnittlichen Schadenjahren ein kontinuierlicher Anstieg der SchĂ€den zu verzeichnen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich zu spĂŒren. Das Schadenvolumen in der Elementarschadenversicherung belief sich 2024 auf 442 Millionen Euro nach 391 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Der gesamte Schadenaufwand in der Schaden-/Unfallversicherung erhöhte sich 2024 um 3,9 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Grund dafĂŒr war die weiterhin hohe Inflation, sodass auch die Kosten fĂŒr Reparaturen und Ersatzteile weiter hoch blieben. Das war insbesondere in der grĂ¶ĂŸten Schaden-/Unfall-Sparte, der Kfz-Versicherung, zu spĂŒren. Da die R+V ihr Beitragsvolumen in der Kfz-Versicherung um 3,6 Prozent auf fast 3 Milliarden Euro steigern konnte, sank die Combined Ratio im Jahr 2024 auf 103 Prozent (2023: 106,7 Prozent).

Auch im GeschÀftsjahr 2024 lagen die Verwaltungskostenquoten der R+V in allen Segmenten wie schon seit Jahren weiterhin auf niedrigem Niveau: Schaden/Unfall: 11,3 Prozent (Vorjahr: 11,1 Prozent), Leben/Pension: 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,4 Prozent), Kranken: 2,1 Prozent (Vorjahr: 2,1 Prozent).

2025: Umsatzplus von 9,0 Prozent in den ersten beiden Monaten

In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres legte die R+V beim Umsatz in der inlÀndischen Erstversicherung deutlich um 9,0 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zu. Alle Segmente verzeichneten ein Beitragsplus. Die BeitrÀge in der Schaden- und Unfallversicherung steigerten sich im Vorjahresvergleich um 7,0 Prozent, die Krankenversicherung wuchs um 6,5 Prozent und die Lebensversicherung verzeichnete ein Plus von 14,4 Prozent.

"FĂŒr das Gesamtjahr erwarten wir insgesamt ein Wachstum in allen Sparten mindestens auf Branchenniveau", erklĂ€rte R+V-Chef Rollinger.

Neue Unternehmensstrategie NextLevel gestartet

Die R+V startet 2025 mit einer neuen Unternehmensstrategie, die den Weg fĂŒr die kommenden fĂŒnf Jahre vorgibt. Das Ziel: die Zukunfts- und WettbewerbsfĂ€higkeit des Unternehmens nachhaltig sichern und ausbauen. Der Name "NextLevel" ist Programm. Die Strategie knĂŒpft in Bezug auf Digitalisierung, Kundenorientierung und Prozessoptimierung an die VorgĂ€ngerstrategien an. VielfĂ€ltige Herausforderungen erfordern jedoch, dass sich die R+V bis 2030 deutlich verĂ€ndert - sie bleibt dabei ihren genossenschaftlichen Wurzeln und Werten treu.

"Wir wollen ein neues Level in der mehr als einhundertjĂ€hrigen Erfolgsgeschichte der R+V erreichen", erlĂ€uterte Rollinger. Mit einer neuen Struktur, stringenter Steuerung und einer konsequenten Kundenzentrierung will die R+V in den kommenden Jahren auf ihren ertragreichen Wachstumskurs zurĂŒckkehren und wieder Kunden und Marktanteile gewinnen.

Um die strategischen Ziele umfassend im Unternehmen zu verankern, werden zwei neue Vorstandsressorts etabliert: Im Ressort "Operations und IT" werden alle unternehmensweiten Operations-Einheiten und das bisherige Ressort IT vereint. Das Ziel ist es, Schnittstellen zu reduzieren sowie Prozesse durchgĂ€ngig zu gestalten und damit fĂŒr die Kundinnen und Kunden weiter zu beschleunigen. Dabei helfen auch Automatisierung und der Einsatz von KI. Das neue Ressort "Finanzen und Risikomanagement" ĂŒbernimmt die zentrale unternehmensweite Steuerung in der R+V Gruppe. Hier werden alle Kontroll- und Steuerungsfunktionen zusammengefĂŒhrt mit dem Ziel, dass Kapital und Ressourcen im gesamten Unternehmen maximal effizient eingesetzt werden.

Weiterer Strategieschwerpunkt ist, das große GeschĂ€ftspotenzial in den Genossenschaftsbanken noch besser zu nutzen. "Mit höherer Geschwindigkeit und Effizienz wollen wir unsere Kundinnen und Kunden begeistern, im Wettbewerb punkten und Marktanteile gewinnen", erklĂ€rte R+V-Chef Norbert Rollinger. Das Beitragsvolumen der R+V Gruppe soll bis 2030 auf mehr als 25 Milliarden Euro steigen. Außerdem hat sich die R+V bis dahin zum Ziel gesetzt, ein Konzernergebnis zu erwirtschaften, das stabil oberhalb von 1,5 Milliarden Euro liegt.

Die R+V Gruppe umfasst im Wesentlichen die R+V-Konzerngesellschaften sowie die Versicherungsvereine R+V Lebensversicherung a.G., R+V Pensionsversicherung a.G., Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G. und die KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG.

Der aktuelle KonzerngeschÀftsbericht der R+V: https://www.ruv.de/ueber-uns/unternehmen/geschaeftsberichte

AusfĂŒhrliche Informationen zur Umsatzentwicklung der R+V Gruppe im Jahr 2024: R+V wĂ€chst 2024 in allen Sparten

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Tanja Heeren
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