ROUNDUP, Trump

Trump will baldiges Treffen mit Putin und Selenskyj

07.08.2025 - 06:35:03

US-Präsident Donald Trump will sich "sehr bald" mit Kreml-Chef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges treffen.

Der Republikaner entgegnete auf Nachfrage einer Journalistin, ob Putin und Selenskyj einem Treffen zugestimmt hätten: "Die Chancen stehen gut, dass es sehr bald zu einem Treffen kommen wird." Man habe sich aber noch nicht festgelegt, wo das Gespräch stattfinden könnte.

Trump hatte davor die europäischen Partner über das Gespräch zum Ukraine-Krieg informiert, das sein Sonderbeauftragter Steve Witkoff in Moskau mit Putin geführt hatte. In dem Telefonat mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und anderen Regierungschefs erwähnte Trump auch die Absicht, sich persönlich mit dem russischen Präsidenten zu treffen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Berliner Regierungskreisen erfuhr. Putin hatte Witkoff für etwa drei Stunden empfangen.

Rubio: Verstehen Russlands Bedingungen jetzt besser

US-Außenminister Marco Rubio sagte dem TV-Sender Fox Business: "Heute war ein guter Tag." Aber es gebe noch viel zu tun, er wolle nicht übertreiben. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns." Man habe jetzt ein besseres Verständnis davon, unter welchen Bedingungen Russland bereit wäre, den Krieg zu beenden. Das müsse man nun mit dem abgleichen, was vor allem die Ukrainer und auch die europäischen Verbündeten bereit seien zu akzeptieren. Wenn beides nahe genug beieinander sei, gebe es für Trump die Möglichkeit eines Treffens.

Der US-Präsident hatte zuvor auf der Plattform Truth Social geschrieben, sein Unterhändler Witkoff habe ein "äußerst produktives" Treffen mit Putin gehabt. "Große Fortschritte wurden gemacht." Details nannte Trump nicht. Er selbst habe aber danach einige der europäischen Verbündeten informiert - und alle seien sich einig, dass der Krieg beendet werden müsse. Man werde "in den nächsten Tagen und Wochen" darauf hinarbeiten.

Trump informierte nach Angaben aus Kiew am Abend auch den ukrainischen Präsidenten Selenskyj über die Ergebnisse der Verhandlungen Witkoffs in Moskau.

Treffen bereits nächste Woche?

Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf zwei mit dem Plan vertraute Personen, dass Trump beabsichtige, sich bereits nächste Woche persönlich mit Putin zu treffen. Kurz darauf solle es ein Dreier-Treffen mit Selenskyj geben. Ähnlich berichtete der TV-Sender CNN, der sich unter anderem auch auf eine Quelle aus einer europäischen Regierung berief.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

US-Einheiten beschlagnahmen erneut Öltanker in der Karibik WASHINGTON - US-Einheiten haben erneut einen Öltanker in der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. (Boerse, 09.01.2026 - 21:22) weiterlesen...

Trump will Militärausgaben 2027 dramatisch erhöhen WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump wünscht sich angesichts "sehr sorgenvoller und gefährlicher Zeiten" für das Haushaltsjahr 2027 dramatisch höhere Verteidigungsausgaben. (Boerse, 08.01.2026 - 09:20) weiterlesen...

Trump spricht über Öl-Einnahmen, Venezuela zählt Todesopfer Den Angriff in Venezuela haben die USA mit dem Kampf gegen Drogen und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro begründet, inzwischen scheint sich Präsident Donald Trump aber deutlich mehr für Öl zu interessieren. (Boerse, 08.01.2026 - 06:35) weiterlesen...

Trump sichert sich Zugriff auf Venezuelas Öl-Milliarden Nur wenige Tage nach dem US-Militäreinsatz in Caracas greift Präsident Donald Trump direkt in die Ölindustrie Venezuelas ein und sichert sich die Kontrolle über Einnahmen aus dem Verkauf des Rohstoffs. (Boerse, 07.01.2026 - 06:35) weiterlesen...

Nachfolgerin stellt sich gegen Trump (aktualisierte Fassung)WASHINGTON/CARACAS - Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gibt den USA Kontra: Der von Präsident Donald Trump forcierte Machtwechsel in dem ölreichen südamerikanischen Land stößt auf Widerstand. (Boerse, 04.01.2026 - 17:39) weiterlesen...

Trump entmachtet Maduro und will Venezuela führen (Aktualisierung: Venezuelas Vizepräsidentin Rodríguez und Statement Merz)WASHINGTON/CARACAS - US-Präsident Donald Trump forciert den Machtwechsel in Venezuela - auch mit militärischer Gewalt. (Boerse, 03.01.2026 - 22:23) weiterlesen...