KI im Unternehmen: Ein Drittel der Beschäftigten fühlt sich alleingelassen
18.11.2025 - 11:00:18Positive Erfahrungen mit KI bauen Ängste ab
"Die Einführung von KI im Unternehmen ist eine komplexe Herausforderung. Sie wirkt sich auf alle Ebenen - die Organisation, die Teams und die einzelnen Mitarbeitenden - aus. Führungskräfte müssen sich einerseits selbst mit KI vertraut machen, zugleich aber auch ihr Team für die neue Technik begeistern und mit Ängsten der Mitarbeitenden vor KI umgehen", erläutert Iris Dohmen, die als Psychologin bei TÜV Rheinland Unternehmen und Organisationen bei psychologischen Fragestellungen berät und Unternehmen bei der Einführung von KI aus psychologischer Perspektive unterstützt.
Den Rahmen für den Einsatz von KI setzen die Unternehmensstrategie und die Regeln zur KI. Neben klaren Vorgaben ist die Qualifizierung der Beschäftigten durch Trainings, E-Learnings und Lernplattformen entscheidend. "Qualifizierung allein reicht bei der Einführung von KI nicht aus. Innerhalb der Teams sind geschützte Räume wichtig, in denen Beschäftigte gemeinsam mit KI experimentieren und lernen können. Eine offene Fehlerkultur und erste kleine Projekte tragen dazu bei, Ängste abzubauen und Sicherheit zu gewinnen. Dabei ist es wichtig, gerade Mitarbeitende einzubinden, die der KI skeptisch gegenüberstehen", betont Dohmen.
Risiken erkennen und vorbeugen
Immer mehr Aufgaben in immer kürzerer Zeit bewältigen - viele Beschäftigte geben an, durch die Arbeitsflut psychisch belastet zu sein. Der Einsatz von KI dürfe nicht dazu führen, diese Belastungen zu erhöhen, gibt Iris Dohmen zu bedenken. "Im Team muss es klare Regeln geben, dass KI unterstützt und nicht zu zusätzlicher Arbeit führen soll. Hier sind die Führungskräfte gefragt, die eine mögliche zusätzliche Arbeitsbelastung im Blick haben müssen", erklärt Dohmen.
Über die Civey-Umfrage: Online-Umfrage vom 01.10. bis 09.10.2025 unter 1.000 Erwerbstätigen in Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten.
Umfassende Informationen über das Angebot zur Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie von TÜV Rheinland erhalten Unternehmen und Beschäftigte unter: www.tuv.com/abo-psychologie
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Die Welt zu einem sicheren Ort machen - und das seit mehr als 150 Jahren: Dafür steht TÜV Rheinland als einer der weltweit führenden Prüfdienstleister mit einem Jahresumsatz von mehr als 2,7 Milliarden Euro und rund 27.000 Mitarbeitenden in gut 50 Ländern. Die hoch qualifizierten Expertinnen und Experten prüfen technische Anlagen und Produkte, begleiten Innovationen und gestalten den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit mit. Sie trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und zertifizieren Managementsysteme nach internationalen Standards. Mit besonderer Expertise in Mobilität, Energieversorgung, Infrastruktur und vielen weiteren Bereichen sichert TÜV Rheinland unabhängig Qualität, insbesondere bei innovativen Technologien wie grünem Wasserstoff, künstlicher Intelligenz oder automatisiertem Fahren - und ermöglicht so eine sichere und lebenswerte Zukunft. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. Hauptsitz des Unternehmens ist Köln, Deutschland. Website: www.tuv.com
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Die TÜV Rheinland Arbeitsmedizinischen Dienste (AMD) betreiben als Tochterunternehmen der TÜV Rheinland Group bundesweit arbeitsmedizinische Zentren und beraten Betriebe hinsichtlich Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Rund 840 Fachärzt:innen, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Psycholog:innen, Arbeitsmedizinische Assistent:innen, Gesundheitsmanager:innen und Berater:innen setzen sich dafür ein, Risiken und Gefahrenpotenziale in Unternehmen zu verringern und die physische wie psychische Gesundheit zu schützen. Damit gehören die AMD zu einem der größten Anbieter für arbeitssicherheits- bzw. arbeitsmedizinische Dienstleistungen in Deutschland. Ging es beim Arbeitsschutz lange nur um die technische Vermeidung von Arbeitsunfällen, so kümmern sich die AMD heute zunehmend um die ganzheitliche Prävention und Gesundheitsvorsorge.
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