Knapp die Hälfte (46 Prozent) der deutschen Industrieunternehmen sieht die Gefahr, dass die deutsche Industrie die KI-Revolution verschläft.
27.03.2025 - 13:55:44Hälfte der Industrie fürchtet Verschlafen der KI-Revolution
Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) setzt KI in der Robotik ein, in der entsprechenden Planung oder Diskussion sind 46 Prozent. Beim Energiemanagement gibt es künftig das größte Potenzial: Zwar sind KI-Anwendungen hier erst bei sieben Prozent der Unternehmen im Einsatz, jedoch befinden sich rund zwei Drittel der Unternehmen hierzu in Planungen oder Diskussionen (64 Prozent). Es gibt laut Untersuchung aber auch Hindernisse bei der Einführung von KI-Anwendungen: 42 Prozent berichten von fehlender Expertise zur Einbindung von KI in bestehende Prozesse, die Hälfte (50 Prozent) wartet erst einmal ab, welche Erfahrungen andere beim Einsatz von KI machen. Mit Blick auf KI-Innovationen fordern 88 Prozent der Unternehmen, dass die Politik diese nicht durch eine Überregulierung behindern dürfe. Insgesamt sieht fast die Hälfte der Unternehmen (46 Prozent) die eigene Existenz durch die derzeitige wirtschaftliche Lage bedroht - und auch die Digitalisierung leidet darunter. Denn vier von zehn Unternehmen (42 Prozent) erwarten, dass ihre eigene Digitalisierung durch die wirtschaftliche Situation gebremst wird. Geopolitische Entwicklungen machen, laut Befragungsergebnissen, vor der deutschen Industrie ebenfalls nicht halt: Knapp sieben von zehn Unternehmen (68 Prozent) sind der Überzeugung, dass die US-Präsidentschaft Donald Trumps der deutschen Industrie schaden wird. Ein möglicher Grund dafür sind neue und steigende Zölle - worauf 43 Prozent der Industrieunternehmen sogar mit einer Verlagerung der Produktion reagieren würden. Hilfreich wäre aus Sicht der Unternehmen finanzielle Unterstützung: Drei Viertel der Unternehmen (78 Prozent) sehen steuerliche Anreize als zuträglich, 66 Prozent wünschen sich eine beschleunigte Bewilligung von Förderanträgen. Drei Viertel der Industrieunternehmen (76 Prozent) sehen einen besseren Breitbandausbau als nützlich an, sodass ein zuverlässiger Datenaustausch zwischen Maschinen gewährleistet wird. Die Befragung wurde bei 552 Industrieunternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 100 Beschäftigten in Deutschland durchgeführt.