ROUNDUP, Trump

Trump nominiert Skeptiker Antoni als Chef von Statistikamt

12.08.2025 - 18:33:58

In der Hoffnung auf bessere Arbeitsmarktzahlen hat US-Präsident Donald Trump einen Kandidaten für den Chefposten eines Statistikamtes gefunden.

Er habe E.J. Antoni als neuen Leiter des Amtes für Arbeitsmarktstatistik nominiert, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Antoni solle "sicherstellen", dass die veröffentlichten Zahlen "EHRLICH und RICHTIG" seien, schrieb Trump in Großbuchstaben. Er spielt damit darauf an, dass die bisherige Chefin Erika McEntarfer angeblich aus politischer Motivation Zahlen manipuliert hat - Beweise für Trumps Behauptungen gibt es nicht.

Antoni arbeitet bislang beim konservativen Thinktank Heritage Foundation und gilt Medienberichten zufolge als Kritiker des Amtes für Arbeitsmarktstatistik. Unter anderem zweifelt er an den Erhebungsmethoden des Amtes. Fox Business berichtete, dass sich Antoni in einem Gespräch mit dem Fernsehsender für eine Pause bei den monatlichen Arbeitsmarktberichten ausgesprochen habe. Bis das zugrundeliegende Problem behoben sei, solle das Amt stattdessen "weniger aktuelle Quartalszahlen" vorlegen.

Korrigierte Zahlen Grund für Entlassung McEntarfers

Trump hatte McEntarfer Anfang des Monats angesichts überraschend mauer Arbeitsmarktzahlen gefeuert. Der US-Arbeitsmarkt zeigte zu Beginn des Sommers deutliche Anzeichen einer Schwäche. Für den Zeitraum Mai und Juni revidierte das Arbeitsministerium die Zahl der neuen Stellen um insgesamt 258.000 nach unten.

Korrekturen der Zahlen im Nachgang sind üblich, der Umfang beim vergangenen Mal allerdings nicht. Ökonomen erklären die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten auch mit Auswirkungen der aggressiven Zollpolitik der US-Regierung. Trump hingegen stießen die neuen Zahlen übel auf - so sehr, dass er sich kurzerhand auf die Suche nach einer Neubesetzung begab. Er spricht von einem Komplott gegen sich und von gefälschten Zahlen.

In den USA gab es heftige Kritik an der Entlassung McEntarfers - etwa vom früheren Chef des Amtes für Arbeitsmarktstatistik, William Beach. Er war von Trump für den Posten ernannt worden und bezeichnete die Entlassung seiner Nachfolgerin am Freitag auf X als völlig unbegründet. Dies schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall und untergrabe die statistische Aufgabe des Amtes.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Trump kündigt Hilfe für iranische Demonstranten an Angesichts der Massenproteste im Iran hat US-Präsident Donald Trump bis auf weiteres alle Gespräche mit der Führung in Teheran ausgesetzt und den Demonstranten Unterstützung in Aussicht gestellt. (Boerse, 13.01.2026 - 17:54) weiterlesen...

Trump erhöht Druck auf den Iran - Zahl der Toten steigt Während das Blutvergießen bei den Massenprotesten gegen die autoritäre Staatsführung im Iran Aktivisten zufolge andauert, will US-Präsident Donald Trump die Islamische Republik mit neuen Zöllen unter Druck setzen. (Boerse, 13.01.2026 - 06:35) weiterlesen...

Trump droht mit Zinsdeckel für Kreditkarten - Banken warnen US-Präsident Donald Trump will Kreditkartenzinsen deckeln und damit die Bürger seines Landes vor zu hohen Kosten für Rückzahlungen schützen. (Boerse, 12.01.2026 - 14:31) weiterlesen...

Europa sucht Ausweg aus Grönland-Konflikt - Trump unbeirrt Europa sucht einen Ausweg aus dem Konflikt um Grönland - aber US-Präsident Donald Trump blockt ab. (Boerse, 12.01.2026 - 14:29) weiterlesen...

Fed-Chef Powell spricht von Einschüchterungsversuch WASHINGTON - Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank spitzt sich weiter zu: Jerome Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurückgewiesen. (Boerse, 12.01.2026 - 13:20) weiterlesen...

'Der Iran will verhandeln' WASHINGTON/TEHERAN - Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. (Boerse, 12.01.2026 - 07:05) weiterlesen...