SAUBER. SCHĂN. SYSTEMRELEVANT / Wie die Schönheits- und Haushaltspflegebranche Deutschland wirtschaftlich und gesellschaftlich zusammenhĂ€lt
10.06.2025 - 09:57:26UnterschĂ€tzte GröĂe mit Substanz
Mit einem Inlands- und Exportumsatz von 34,6 Mrd. Euro sowie 16,2 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung in Produktion und Vertrieb stellt die Schönheits- und Haushaltspflegebranche eine bedeutende wirtschaftliche SĂ€ule in Deutschland dar. Zu ihr zĂ€hlen ĂŒber 1.000 kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen (KMU) und rund 60 GroĂunternehmen. Diese Firmen und ihre Zulieferer sichern 533.000 ArbeitsplĂ€tze entlang der Wertschöpfungskette - in der Stadt wie auf dem Land, ĂŒber Generationen hinweg. Ein Blick auf die Zahlen der letzten Jahre zeigt: Die BeschĂ€ftigungsrate blieb selbst in wirtschaftlich angespannten Zeiten stabil - ein klarer Hinweis auf die WiderstandsfĂ€higkeit der Branche. Und doch wird neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung auch die gesellschaftliche Relevanz gelegentlich unterschĂ€tzt.
Hohe Wirkung im Alltag: Pflegeprodukte als Stabilisatoren in Krisenzeiten
Die Branche produziert zentrale Anker fĂŒr Alltag, Gesundheit und Selbstwert: Körperpflege- und Reinigungsprodukte fördern nicht nur Hygiene, sondern geben auch emotionale StabilitĂ€t - gerade in Krisenzeiten. Damit stiftet der Sektor einen unverzichtbaren Beitrag zur gesellschaftlichen Resilienz. Was im Kleinen beginnt - das tĂ€gliche Pflegeritual - entfaltet im GroĂen Wirkung: Wenn Menschen Struktur, Sicherheit und Wohlbefinden erleben, stĂ€rkt das auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Verbindung von individueller StabilitĂ€t und kollektiver Widerstandskraft macht die Schönheits- und Haushaltspflege zu einem integralen Bestandteil einer belastbaren Gesellschaft.
Wirtschaftskraft trifft Innovationsdynamik
Die Branche investiert nicht nur in Produkte, sondern in die Zukunft. Mit durchschnittlich 700.000 Euro Sachanlage pro Unternehmen und einer Innovationsquote von 25 % zĂ€hlt sie zu den innovativsten und dynamischsten KonsumgĂŒtermĂ€rkten Europas. Der Fokus liegt auf FunktionalitĂ€t, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Relevanz - von wasserarmen Rezepturen ĂŒber vegane Formulierungen bis zu kreislauffĂ€higen Verpackungslösungen. Nachhaltigkeit ist dabei kein Reaktionsreflex, sondern Teil der Branchenstrategie. Freiwillige Initiativen wie "Commit for Our Planet" haben Erfolg. Besonders eindrucksvoll zeigen die teilnehmenden Unternehmen der AISE-Charta fĂŒr nachhaltiges Waschen und Reinigen, was möglich ist: Zwischen 2006 und 2023 haben diese den Energieverbrauch pro produzierter Tonne um 45 % und den CO2-AusstoĂ um 46 % reduziert.
Wachsende Regulierung - sinkende StandortattraktivitÀt
Mit Blick auf diese Daten kommentiert IKW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Keiser: "Unsere Branche steht fĂŒr LebensqualitĂ€t, Innovation und wirtschaftliche Substanz - Werte, die Deutschland gerade in schwierigen Zeiten dringend braucht." Doch trotz Innovationskraft und Eigeninitiative wĂ€chst der Druck. 90 % der Unternehmen empfinden nationale und europĂ€ische Regulierungen als starke Belastung. 40 % rechnen mit zusĂ€tzlichen Kosten durch wachsende Regulierung bis in den sechsstelligen Bereich. Die Folge: Das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Deutschland schwindet - fast Dreiviertel der Betriebe halten ihn bereits fĂŒr (eher) unattraktiv.
Resilienz braucht Zusammenspiel - Politik muss wirtschaftliche RealitÀt verbessern
Die Studie macht deutlich: Der zunehmende Regulierungsdruck belastet Innovation und Standortvertrauen. Und das bei einer volkswirtschaftlich relevanten Branche, die auch das gesellschaftliche Miteinander beeinflusst. Hier muss die Politik handeln, denn eine resiliente Gesellschaft und eine widerstandsfĂ€hige Wirtschaft sind keine SelbstlĂ€ufer. Sie entstehen dort, wo ökonomische StabilitĂ€t und soziale Teilhabe ineinandergreifen. DafĂŒr braucht es Rahmenbedingungen mit AugenmaĂ, unternehmerische Gestaltungskraft und einen offenen Dialog zwischen allen Akteuren. Der IKW fordert daher ein realistisches VerstĂ€ndnis der Branche. Nur wenn ihr Potential anerkannt und ihre HandlungsspielrĂ€ume gesichert werden, kann sie ihre Funktion als StabilitĂ€tsanker weiter entfalten.
Ein Appell an die Politik
"Wer Resilienz will, muss wirtschaftliche StĂ€rke erkennen und fördern - und darf sie nicht durch Ăberregulierung gefĂ€hrden", so Thomas Keiser, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des IKW. Die aktuelle Studie liefert dafĂŒr klare Daten und Handlungsempfehlungen.
Den Studienbericht finden Sie hier.
Quellen:
Studie Sauber. Schön. Systemrelevant - Der unterschĂ€tzte Beitrag der Schönheits- und Haushaltspflege fĂŒr Deutschland, Mai 2025.
Die Analyse, welche die Unternehmensberatung Roland Berger GmbH im Auftrag des IKW unabhĂ€ngig durchgefĂŒhrt hat, basiert auf aktuellen Branchenkennzahlen, einschlĂ€gigen Fachstudien sowie den Ergebnissen einer im April 2025 durchgefĂŒhrten Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW). An der Befragung nahm gut ein Viertel der IKW-Mitglieder teil - primĂ€r FĂŒhrungskrĂ€fte und GeschĂ€ftsleitungen. ErgĂ€nzt wird dieses quantitative Fundament durch die tiefgehende, branchenĂŒbergreifende Expertise von Roland Berger, die wertvolle Impulse fĂŒr Strategien und Handlungsempfehlungen liefert
Pressekontakt:
Karen Kumposcht
Public Relations/Public Affairs Managerin
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