Frühere Cum-Ex-Chefermittlerin kritisiert Banken und deren Anwälte
09.07.2024 - 13:16:40"Es geht darum, Dinge künstlich zu verkomplizieren", sagte Brorhilker. "Man bildet möglichst lange Sätze mit möglichst vielen Fremdwörtern. Damit macht man dem Gegenüber auf einer unbewussten Ebene klar: Du verstehst das sowieso nicht, weil du kein Jurist bist. Also misch` dich da nicht ein. Dabei lernt man im Studium, dass die juristische Sprache klar und einfach sein soll. Man soll sogar wenig Fremdwörter benutzen." Den Vorwurf, sie habe die Cum-Ex-Ermittlungen mit 1.700 Beschuldigten zu groß angelegt, weist Brorhilker zurück. Ermittlungen seien nur nach sorgfältiger Prüfung eines Anfangsverdachts eingeleitet worden. "Die Steuerhinterziehung mit Cum-Ex-Geschäften hatte industriellen Charakter, das haben auch die Strafgerichte festgestellt. Das waren eben nicht wenige schwarze Schafe", sagte Brorhilker.


