Staatsdefizit, Halbjahr

Staatsdefizit sinkt im ersten Halbjahr leicht

27.08.2024 - 09:14:16

Die Verschuldung Deutschlands ist ein Dauer-Streitthema in der Bundesregierung. Neue Zahlen zeigen: Das Staatsdefizit geht etwas zurĂŒck. Das hat auch mit den auslaufenden Energiepreisbremsen zu tun.

Das deutsche Staatsdefizit ist leicht zurĂŒckgegangen. Es lag nach vorlĂ€ufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts im ersten Halbjahr bei 38,1 Milliarden Euro, wie die Behörde in Wiesbaden mitteilt. Das waren 1,3 Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Die ausgelaufenen Energiepreisbremsen dĂ€mpften laut der Statistiker dem Anstieg der Staatsausgaben. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ergibt sich fĂŒr das erste Halbjahr damit eine Defizitquote von 1,8 Prozent. 

Finanzierungsdefizit des Bundes sinkt

Mit 24,6 Milliarden Euro hatte der Bund im ersten Halbjahr weiter den grĂ¶ĂŸten Anteil am gesamtstaatlichen Finanzierungsdefizit, so die Statistiker weiter. Allerdings sank das Finanzierungsdefizit des Bundes deutlich um 17,9 Milliarden Euro. Dagegen stieg jenes von LĂ€ndern und Gemeinden krĂ€ftig auf 7,2 bzw. 6,4 Milliarden Euro. Die Sozialversicherung verzeichnete einen FinanzierungsĂŒberschuss von 0,2 Milliarden Euro, deutlich weniger als ein Jahr zuvor (9,6 Milliarden Euro).

Staatliche Einnahmen steigen stÀrker als Ausgaben

Das Finanzierungsdefizit des Staates im ersten Halbjahr ergibt sich aus der Differenz zwischen Einnahmen (973,5 Milliarden Euro) und Ausgaben (1 011,6 Milliarden Euro). Die Einnahmen stiegen im ersten Halbjahr zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent - etwas mehr als die Ausgaben. 

Die Ende 2023 ausgelaufenen Energiepreisbremsen trugen laut der Statistiker im ersten Halbjahr wesentlich zum RĂŒckgang der Subventionen um fast 40 Prozent zum Vorjahreszeitraum bei. Die Steuereinnahmen des Staates stiegen trotz der schwachen Wirtschaft im ersten Halbjahr um 3,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

 

 

 

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