Bei neuen Ausbildungsverträgen in Deutschland verschiebt sich die Geschlechterverteilung hin zu einem etwas ausgeglicheneren Verhältnis.
01.04.2025 - 08:38:54Geschlechterverteilung in der Ausbildung immer ausgeglichener
So wurde 2023 in einem Fünftel (20 Prozent) der 7.500 Fälle die Ausbildung zu Tischlern von Frauen begonnen. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich elf Prozent der 7.600 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Ein weiteres Beispiel ist die Ausbildung zu Berufskraftfahrern: 2023 schlossen Frauen elf Prozent der 2.800 Ausbildungsverträge ab. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich drei Prozent der 3.200 neuen Verträge. Diese Anstiege fallen stärker ins Gewicht, wenn man berücksichtigt, dass deutlich mehr Männer als Frauen Berufsausbildungen im dualen System absolvieren und deren Anteil zudem gestiegen ist. Von den 479.800 Personen, die im Jahr 2023 in Deutschland einen entsprechenden neuen Ausbildungsvertrag abschlossen, waren 64 Prozent Männer, 36 Prozent Frauen. Im Jahr 2013 waren noch 60 Prozent von 521.500 Männer und 40 Prozent Frauen. Die Ausbildung zu einem sogenannten Mint-Beruf - also in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik - wird dagegen weiterhin ganz überwiegend von Männern ergriffen. 2023 waren zwölf Prozent der 170.100 Auszubildenden mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in diesem Bereich Frauen. 2013 hatte der Frauenanteil elf Prozent betragen (159.300 Ausbildungsverträge).