Ersatzkassen wollen Reformen für stabilere Krankenversicherung
28.01.2026 - 10:53:13Ulrike Elsner vom vdek erklärte, dass die Beitragssatzerhöhungen in der GKV zu Beginn des Jahres alle wachgerüttelt hätten. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz liege mittlerweile bei 3,13 Prozent und sei damit doppelt so hoch wie vor drei Jahren. Ohne tiefgreifende Reformen werde für 2027 erneut eine Finanzierungslücke von mehr als zehn Milliarden Euro erwartet. Elsner stellte zehn Kernforderungen vor, darunter die Deckelung des Pflegebudgets im Krankenhausbereich und die Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel.
Auch in der SPV sei der finanzielle Druck extrem hoch, sagte Uwe Klemens, ehrenamtlicher Verbandsvorsitzender des vdek. Um den Beitragssatz 2026 stabil zu halten, seien erneut Kredite eingesetzt worden. Für 2027 sei jedoch eine erneute Finanzierungslücke von 0,3 Beitragssatzpunkten zu erwarten. Klemens forderte die Politik auf, die gewährten Darlehen des Staates mit den bestehenden Schulden des Bundes gegenüber der SPV zu verrechnen.


