Deutschland, Arbeitsmarkt

Weniger Azubi-Stellen – Nahles warnt vor falscher Richtung

06.12.2025 - 05:00:31

Angesichts der Konjunkturschwäche sparen Unternehmen an den Ausbildungsplätzen. Das könnte nicht nur Folgen für die jungen Leute haben.

  • BA-Chefin Nahles hält es angesichts des Fachkräftemangels für eine falsche Entwicklung, wenn Unternehmen an den Ausbildungsplätzen sparen. (Archivbild) - Foto: Daniel Löb/dpa

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  • Junge Leute sollten sich früher und intensiver um einen Ausbildungsplatz bemühen. (Symbolbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

    Hendrik Schmidt/dpa

BA-Chefin Nahles hält es angesichts des Fachkräftemangels für eine falsche Entwicklung, wenn Unternehmen an den Ausbildungsplätzen sparen. (Archivbild) - Foto: Daniel Löb/dpaJunge Leute sollten sich früher und intensiver um einen Ausbildungsplatz bemühen. (Symbolbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Für junge Menschen wird es im Zuge der Wirtschaftsflaute schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden. «Die wirtschaftliche Rezessionsphase kommt jetzt auch auf dem Ausbildungsmarkt an und trifft besonders diejenigen, die schlechter qualifiziert sind», sagte die Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, der Deutschen Presse-Agentur. Für Bewerberinnen und Bewerber bedeute das, dass sie sich früher und intensiver um einen Ausbildungsplatz bemühen müssten.

Vorbei sind die Zeiten, in denen es deutlich mehr Ausbildungsplätze als Bewerberinnen und Bewerber gab. Die Schere gehe wieder zusammen, sagte Nahles. Im zurückliegenden Ausbildungsjahr sei die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze gesunken, während die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber zugenommen habe.

Negativer Trend setzt sich fort

Bis Ende September hatten der BA zufolge 191.000 junge Menschen eine Ausbildung begonnen und damit so wenige wie seit 25 Jahren nicht mehr. Schwierigkeiten, eine Lehrstelle zu finden, haben Nahles zufolge vor allem Bewerberinnen und Bewerber, die keinen oder nur einen geringen Schulabschluss vorweisen können.

Der negative Trend setze sich im neuen Ausbildungsjahr voraussichtlich weiter fort, sagte Nahles. Sie appelliert deshalb an Bewerberinnen und Bewerber, nicht nur nach einer Ausbildung in ihrem Wunschberuf zu suchen, sondern auch offen für Alternativen zu sein.

Eine Ausbildung ist besser als keine

Es sei keine gute Idee, wenn junge Leute lieber einen Helfer-Job annehmen würden, als sich um eine Ausbildung zu bemühen. «Eine solide Ausbildung ist absolut zu bevorzugen», sagte Nahles. Die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu sein, liege bei Beschäftigten mit Ausbildung unter drei Prozent, bei ungelernten Beschäftigten bei mehr als 20 Prozent.

Sorgen bereitet Nahles die Situation am Ausbildungsmarkt auch angesichts des Fachkräftemangels. «Uns fehlen sieben Millionen Fachkräfte bis 2035», sagte Nahles. «Die Entwicklung bei den Ausbildungsplätzen geht in die völlig falsche Richtung und ist zu kurzfristig gedacht.»

@ dpa.de

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