Frankreich, Großbritannien

380.000 Haushalte in Frankreich nach Sturm ohne Strom

09.01.2026 - 09:46:22

Sturm «Goretti» fegt über Frankreich und Großbritannien – viele Haushalte sind ohne Strom, Züge stehen still, Schulen bleiben zu. Wie gehen die Menschen in den betroffenen Gebieten damit um?

  • Mit Sturm «Goretti» sind riesige Welle über die Küste von Nordwestfrankreich hereingebrochen. - Foto: Fred Tanneau/AFP/dpa

    Fred Tanneau/AFP/dpa

  • Leuchtturm von Gourys in Auderville. Sturm «Goretti» sorgte vereinzelt für Sturmböen von bis zu 200 Kilometern pro Stunde. - Foto: Lou Benoist/AFP/dpa

    Lou Benoist/AFP/dpa

  • In Großbritannien tobt «Goretti» ebenso. Wie hier an der Küste von Cornwall. - Foto: Danielle Hutchinson/PA Wire/dpa

    Danielle Hutchinson/PA Wire/dpa

Mit Sturm «Goretti» sind riesige Welle über die Küste von Nordwestfrankreich hereingebrochen. - Foto: Fred Tanneau/AFP/dpaLeuchtturm von Gourys in Auderville. Sturm «Goretti» sorgte vereinzelt für Sturmböen von bis zu 200 Kilometern pro Stunde. - Foto: Lou Benoist/AFP/dpaIn Großbritannien tobt «Goretti» ebenso. Wie hier an der Küste von Cornwall. - Foto: Danielle Hutchinson/PA Wire/dpa

In Frankreich sind rund 380.000 Haushalte ohne Strom, nachdem Sturm «Goretti» in der Nacht mit Geschwindigkeiten von örtlich bis zu 200 Kilometern pro Stunde über den Nordwesten des Landes gezogen ist. Trotz vieler umgestürzter Bäume und Behinderungen wurden nach vorläufiger Bilanz des Innenministeriums lediglich sechs Menschen leicht verletzt, wie Medien berichteten. In der Bretagne brachen in der Nacht 10 bis 13 Meter hohe Wellen über einige Küstenabschnitte herein.

In Nordfrankreich sollten am Freitag bis auf wenige Ausnahmen keine Züge fahren. In der Normandie und der Bretagne sollte der Bahnverkehr am Nachmittag wieder anlaufen. Behinderungen gab es auch im Großraum Paris sowie im Elsass und in Lothringen.

In den Departements Manche und Seine-Maritime bleiben die Schulen geschlossen. Die Behörden hatten eindringlich vor den Gefahren des Sturms gewarnt und die Menschen aufgerufen, sich möglichst in ihren Wohnungen aufzuhalten. Inzwischen ist der Sturm wieder abgeflaut.

Teile Großbritanniens kämpfen mit «Goretti»

Auch in Großbritannien beherrscht «Goretti» den Alltag vieler Menschen. Mehr als 55.000 Haushalte müssen nach Angaben des Stromnetzbetreibers National Grid am Vormittag ohne Strom auskommen, die meisten davon im Südwesten und in den westlichen Midlands. Vielerorts bleiben die Schulen zu, Straßen sind durch umgestürzte Bäume und beschädigte Stromleitungen gesperrt, Züge stehen still. Im stark betroffenen Cornwall in England wurden die Bewohner gebeten, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.

Der Nachrichtenagentur PA zufolge wurden am Londoner Flughafen Heathrow mindestens 69 Starts und Landungen gestrichen, die meisten davon Kurzstreckenflüge der Fluggesellschaft British Airways. Etwa 9.000 Fluggäste dürften demnach betroffen sein. Auch Flüge nach Deutschland wurden gestrichen, wie auf der Webseite des Flughafens zu sehen ist.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Merz, Macron und Starmer rufen iranische Führung zu Gewaltverzicht Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben die iranische Staatsführung angesichts der Massenproteste eindringlich zum Gewaltverzicht aufgerufen. (Boerse, 09.01.2026 - 21:45) weiterlesen...

Merz, Macron und Starmer rufen iranische Führung zu Gewaltverzicht auf Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben die iranische Staatsführung angesichts der Massenproteste eindringlich zum Gewaltverzicht aufgerufen. (Boerse, 09.01.2026 - 20:40) weiterlesen...

Merz und Macron rufen iranische Behörden zu Gewaltverzicht auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben das iranische Regime dazu aufgerufen, keine Gewalt gegenüber Demonstranten auszuüben."Wir sind zutiefst besorgt über Berichte von Gewalt durch iranische Sicherheitskräfte und verurteilen die Tötung von Demonstranten auf das Schärfste", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei Staats- und Regierungschefs. (Sonstige, 09.01.2026 - 20:34) weiterlesen...

Europäer weisen US-Ansprüche auf Grönland zurück Nach den erneut vorgetragenen US-Ansprüchen auf Grönland haben mehrere führende europäische Staaten ihre Solidarität mit der Arktisinsel bekräftigt."Grönland gehört seinem Volk", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark, die am Dienstag veröffentlicht wurde. (Politik, 06.01.2026 - 13:05) weiterlesen...

Europäische Länder stellen sich hinter Grönland (Ausland, 06.01.2026 - 12:46) weiterlesen...

Britische und französische Luftwaffe greifen IS in Syrien an. Die britische und französische Luftwaffe fliegen trotzdem Angriffe auf eine Anlage der Terrormiliz. Der IS gilt in Syrien als militärisch besiegt. (Ausland, 04.01.2026 - 01:00) weiterlesen...