Verbraucher, Lifestyle

Was beim Kauf und Gebrauch eines elektrischen Rasierers zählt

27.01.2026 - 11:30:00

München - Ob kurz, konturiert oder glatt: Für ihre tägliche Pflege greifen viele Männer zu elektrischen Rasierern. Die Auswahl an Geräten ist groß, doch nicht jedes Modell passt zu jedem Haut- und Barttyp. TÜV SÜD-Produktexperte Christian Kästl erklärt, worauf es bei der Auswahl ankommt. Neben dem Rasierergebnis spielen dabei auch Sicherheit, Hautverträglichkeit und Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle.

Welcher Rasierer passt zu wem?

Beim Kauf eines elektrischen Rasierers können Verbraucher grundsätzlich zwischen reinen Trockenrasierern und Nass-Trocken-Rasierern wählen. Letztere lassen sich auch mit Rasierschaum oder -gel sowie unter der Dusche verwenden. Welche Variante geeignet ist, hängt vor allem vom Hauttyp und von den persönlichen Vorlieben ab. "Trockenrasierer sind schnell und unkompliziert in der Anwendung und eignen sich gut für die morgendliche Rasur zwischendurch. Nass-Trocken-Rasierer bieten mehr Flexibilität und werden von Menschen mit sensibler Haut oft als angenehmer empfunden, da Schaum oder Gel die Haut zusätzlich schützen und beruhigen", erklärt Kästl. Wer zu Hautirritationen, Rasurbrand oder eingewachsenen Haaren neigt, sollte zudem auf Geräte mit sanft arbeitenden Scherköpfen und möglichst wenig Druckaufwand achten.

Folien- oder Rotationsrasierer

Auch beim Schneidsystem gibt es zwei grundsätzliche Bauarten:

Schneidsystem und Handhabung

Ein zentrales Qualitätsmerkmal ist die Verarbeitung des Schneidsystems. "Hochwertige Scherfolien und Klingen können Hautirritationen deutlich reduzieren", so Kästl. Personen mit einer Nickelallergie sollten zudem auf die Materialangaben achten. Viele Hersteller setzen mittlerweile auf nickelfreie oder nickelarme Legierungen. Ebenso wichtig ist die Ergonomie: Der Rasierer sollte gut in der Hand liegen und sich intuitiv bedienen lassen. Rutschfeste Griffe und klar erreichbare Bedienelemente erhöhen die Sicherheit, insbesondere bei der Nassrasur. Für Bartträger können zusätzliche Funktionen wie Langhaarschneider, Konturenaufsätze oder verstellbare Trimmer ein entscheidender Pluspunkt sein. Auch eine einstellbare Schnitthöhe kann die Vielseitigkeit deutlich erhöhen.

Akku, Reinigung und Ausstattung im Blick behalten

Moderne elektrische Rasierer werden überwiegend kabellos betrieben. Dabei gilt:

Wer viel reist, sollte zudem auf eine automatische Spannungsanpassung sowie auf eine Transportverriegelung achten, um ein unbeabsichtigtes Einschalten zu verhindern.

Pflege und Lebensdauer

"Auch ein hochwertiger Rasierer braucht regelmäßige Reinigung", betont der Produktexperte. Die meist mitgelieferte Bürste entfernt Schmutz und Härchen zuverlässig, ein gelegentlicher Tropfen Öl erhält die Leichtgängigkeit der Klingen. Für eine einfache und hygienische Pflege sollte der Rasierer zumindest spritzwassergeschützt und idealerweise vollständig abwaschbar sein. Wer besonderen Komfort wünscht, kann auf Modelle mit automatischer Reinigungsstation setzen: Sie reinigen, ölen und trocknen das Schneidsystem selbstständig. Allerdings erhöhen solche Stationen sowohl den Platzbedarf als auch den Energieverbrauch. Ein Aspekt, den umweltbewusste Verbraucher berücksichtigen sollten.

Zudem lohnt sich ein Blick auf die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Wenn Hersteller Verschleißteile wie Scherköpfe oder Akkus langfristig anbieten, verlängert sich die Nutzungsdauer des Geräts deutlich. Dies schont Ressourcen und vermeidet unnötigen Elektroschrott.

Auf Qualität und Sicherheit achten

Verbraucher sollten Produkte mit dem GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit oder dem blauen TÜV SÜD-Oktagon wählen. "Tragen Rasierer das blaue TÜV SÜD-Oktagon, haben sie eine umfassende Prüfung auf Alltagstauglichkeit durchlaufen", sagt Kästl. Dabei stehen Aspekte wie Akkuleistung, Bedienbarkeit, Reinigung, Lautstärke, die Handhabung und auch auch das Rasierergebnis im Fokus. Darüber hinaus wird geprüft, ob elektrische Rasierer auch bei Feuchtigkeit sicher funktionieren und ob unzulässige Erwärmungen oder mechanische Risiken auftreten.

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