Niedersachsen, Deutschland

Feuer an Bord: Manövrierunfähiger Frachter wird abgeschleppt

27.01.2026 - 16:13:34

Mitten auf See schlagen Flammen aus dem Maschinenraum. Mehr als 60 Einsatzkräfte kämpfen stundenlang um die Sicherheit von Crew und Ladung - mit Erfolg.

  • Der Frachter soll zurück in den Emder Hafen. - Foto: --/Havariekommando/dpa

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  • Einsatzkräfte werden per Helikopter an Land gebracht. - Foto: --/Havariekommando/dpa

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  • Die ersten Einsatzkräfte erreichten gegen Mitternacht den Frachter. - Foto: -/DGzRS/dpa

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Der Frachter soll zurück in den Emder Hafen. - Foto: --/Havariekommando/dpaEinsatzkräfte werden per Helikopter an Land gebracht. - Foto: --/Havariekommando/dpaDie ersten Einsatzkräfte erreichten gegen Mitternacht den Frachter. - Foto: -/DGzRS/dpa

Nach einem Brand ist der manövrierunfähige Autotransporter «MS Thames Highway» auf dem Weg zum Emder Hafen. Das Schiff soll dort abends ankommen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Einsatzkräfte löschten die Flammen vollständig, laut Havariekommando wurde niemand verletzt.

Flammen auf See entdeckt

Der Autotransporter war mit fast 1.300 Fahrzeugen - darunter knapp 480 Elektroautos - am Montagabend von Emden unterwegs nach Grimsby in Großbritannien, wie das Havariekommando mitteilte. Das Schiff war noch nicht weit gekommen, als die Crew Flammen im Maschinenraum entdeckte. Die Besatzung verschloss den Raum luftdicht und verhinderte so, dass sich das Feuer weiter ausbreitet.

Der 149 Meter lange und 25 Meter breite Transporter ankerte außerhalb des Fahrwassers der Emsmündung nordwestlich der Nordseeinsel Borkum. Rund um das Schiff türmten sich die Wellen zeitweise auf bis zu zwei Meter.

Hilfe aus der Luft

Gegen Mitternacht kam Hilfe: Ein Hubschrauber brachte die ersten Einsatzkräfte an Bord. Sie löschten die Flammen. Zwei Teams speziell ausgebildeter Feuerwehrleute aus Cuxhaven und Wilhelmshaven blieben bis zum späten Vormittag auf dem Schiff, um nach Glutnestern zu suchen. Sie stellten nach eigenen Angaben keine weiteren Brand- und Rauchentwicklungen mehr fest.

Das Havariekommando gab schließlich Entwarnung: «An Bord befinden sich 18 Besatzungsmitglieder, es gibt keine Verletzten und keinen Schadstoffaustritt», hieß es in einer Mitteilung. Ein Hubschrauber brachte die letzten Helfer mittags zurück an Land. Mehr als 60 Einsatzkräfte, vier Schiffe und zwei Hubschrauber waren beteiligt.

Frachter wird im Hafen überprüft

Ein privates Bergungsunternehmen schleppt das Schiff nun zurück in den Emder Hafen. Bis zu 40 Seemeilen müssen sie zurücklegen, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei mitteilte. Der Frachter wird voraussichtlich einige Tage im Hafen liegen blieben. «Aufgrund des Brandes darf er nicht auslaufen.»

Experten prüfen zunächst, was genau kaputt ist und wie der Schaden repariert werden kann. Auch alle Sicherheitsbedenken müssten geklärt werden, bevor der Autotransporter den Hafen wieder verlassen darf. Die Wasserschutzpolizei ermittelt noch, wie es zu dem Brand kommen konnte. «Die Ladung ist in keinster Weise in Mitleidenschaft gezogen worden», sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei. Unklar ist noch, wie hoch der Schaden am Schiff ist.

Unweit entfernt hatte im Jahr 2023 der Brand des Autofrachters «Fremantle Highway» für Aufsehen gesorgt. Tagelang lag das brennende Schiff damals mit 1,6 Millionen Litern Schweröl an Bord vor der niederländischen Wattenmeerküste. Eine Ölpest war befürchtet worden. Nach mehr als einer Woche wurde das Schiff zuerst nach Eemshaven an der Grenze zu Niedersachsen geschleppt, später dann nach Rotterdam. Bei der Evakuierung des Schiffes war ein Mann ums Leben gekommen, die anderen 22 Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Das Feuer hatte schwere Zerstörungen an dem Frachter und der Ladung angerichtet.

@ dpa.de

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