USA, Notfall

Schüsse und Feuer in US-Kirche - Zahl der Todesopfer steigt

29.09.2025 - 04:14:06

Hunderte Menschen nehmen an einem US-Gottesdienst teil, als ein Mann laut Polizei mit einem Fahrzeug die Eingangstür rammt. Es fallen Schüsse, die Kirche steht in Flammen. Was bislang bekannt ist.

  • Schüsse und Feuer in einer Kirche - das FBI prüft, ob es sich um eine «gezielte Gewalttat» handelt.  - Foto: Julie J/Julie J, @Malkowski6April/AP/dpa

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  • Bei Schüssen und dem Feuer sind Menschen gestorben. - Foto: Lukas Katilius | MLive.com/The Flint Journal/AP/dpa

    Lukas Katilius | MLive.com/The Flint Journal/AP/dpa

Schüsse und Feuer in einer Kirche - das FBI prüft, ob es sich um eine «gezielte Gewalttat» handelt.  - Foto: Julie J/Julie J, @Malkowski6April/AP/dpaBei Schüssen und dem Feuer sind Menschen gestorben. - Foto: Lukas Katilius | MLive.com/The Flint Journal/AP/dpa

Nach Schüssen und einem Feuer in einer Kirche in den USA ist die Zahl der Todesopfer gestiegen. Vier Opfer seien gestorben, teilte die Polizei nach dem Vorfall in der Kleinstadt Grand Blanc im US-Bundesstaat Michigan am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Es gab zudem mehrere Verletzte. Der Tatverdächtige, ein 40-jähriger Mann, ist demnach ebenfalls tot. Die Bundespolizei FBI leitet die Ermittlungen inzwischen und untersucht den Vorfall als mögliche «gezielte Gewalttat». 

Während sich Hunderte Menschen am Sonntag für einen Gottesdienst in der Kirche aufhielten, soll der Tatverdächtige nach ersten Erkenntnissen der Polizei mit einem Fahrzeug die Eingangstür gerammt haben. Dann soll er ausgestiegen sein und angefangen haben, zu schießen. Außerdem gab es ein Feuer.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tatverdächtige Brandbeschleuniger benutzt und das Feuer in der Kirche vorsätzlich gelegt hat. Sie fanden auch einige mutmaßliche Sprengkörper, machten zunächst aber keine genaueren Angaben zu deren möglicher Nutzung. Das gesamte Gebäude stand nach offiziellen Angaben in Flammen - inzwischen ist der Brand aber gelöscht. 

Was noch unklar ist

US-Präsident Donald Trump spricht bereits von einem «gezielten Angriff auf Christen» - die Polizei machte aber noch keine Angaben zum Motiv. Das FBI sei entschlossen, die Fakten, Umstände und Motive hinter dieser Tragödie aufzuklären, hieß es bei einer Pressekonferenz. Unklar ist bislang auch, ob der Schütze eine Verbindung zu der Kirche oder dort anwesenden Personen hatte. 

Auf die Frage, wie viele der Opfer durch Schüsse starben und wie viel durch das Feuer, erklärten die Ermittler: Zwei der Opfer seien durch Schüsse gestorben - auf die anderen beiden Todesopfer gingen sie nicht näher ein. Ihren Angaben nach werden noch einige Menschen vermisst. Wie viele genau, ist unklar. 

Wie Politikerinnen und Politiker reagieren

Nach den ersten offiziellen Informationen zu dem Vorfall dauerte es nicht lang, bis sich hochrangige Politiker zu Wort meldeten - darunter auch Trump. «Der Verdächtige ist tot, aber es gibt noch viel zu klären», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. «Es scheint sich um einen weiteren gezielten Angriff auf Christen in den Vereinigten Staaten von Amerika zu handeln.» Er nannte aber keine Details und legte zunächst keine Belege dafür vor. Trump schrieb weiter: «DIESE EPIDEMIE DER GEWALT IN UNSEREM LAND MUSS SOFORT BEENDET WERDEN!»

Im August hatte eine Person während eines Schulgottesdienstes in Minneapolis im Norden der Vereinigten Staaten durch die Fenster einer Kirche auf Kinder auf Kirchenbänken geschossen. Zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren starben noch am Tatort. Die Bundespolizei FBI sprach später von Terrorverdacht, der sich erhärtet habe. Die tatverdächtige Person habe sich in einem Manifest und in Inschriften auf den Waffen antireligiös und antikatholisch geäußert. Der Hass soll sich auch gegen Juden gerichtet haben. Die Staatsanwaltschaft erwähnte darüber hinaus auch Hass auf Schwarze und Mexikaner.

US-Vizepräsident JD Vance und US-Justizministerin Pam Bondi baten nach dem Vorfall in Michigan auf der Plattform X um Gebete für die Opfer. «Solche Gewalt an einem Ort der Andacht ist herzzerreißend und erschreckend», schrieb Bondi. Ähnlich äußerte sich auch die Gouverneurin des Bundesstaats, Gretchen Whitmer, auf X: «Gewalt ist überall, insbesondere an einem Ort der Andacht, inakzeptabel.»

@ dpa.de

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