Deutschland, Hessen

Zu viel Schnee: Mega-Stau rund um Wiesbaden

03.02.2026 - 18:57:29

Der Winter legt Autobahnen lahm: In Hessen geht auf vielen Straßen nichts mehr, auch der Frankfurter Flughafen musste den Betrieb zeitweilig einstellen. Ein Überblick.

  • Staus gab es in und um Mainz. - Foto: Andreas Arnold/dpa

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  • Der Flugverkehr war zeitweilig eingestellt. - Foto: Florian Wiegand/dpa

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  • Der Winterdienst war in Rheinland-Pfalz im Dauereinsatz - Foto: Andreas Arnold/dpa

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  • Fahrradfahrer mussten aufpassen. - Foto: Andreas Arnold/dpa

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  • Mit Schnee und Eis hat auch die Hauptstadt zu kämpfen. - Foto: Markus Lenhardt/dpa

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Staus gab es in und um Mainz. - Foto: Andreas Arnold/dpaDer Flugverkehr war zeitweilig eingestellt. - Foto: Florian Wiegand/dpaDer Winterdienst war in Rheinland-Pfalz im Dauereinsatz - Foto: Andreas Arnold/dpaFahrradfahrer mussten aufpassen. - Foto: Andreas Arnold/dpaMit Schnee und Eis hat auch die Hauptstadt zu kämpfen. - Foto: Markus Lenhardt/dpa

Lange Staus und Flugausfälle: Heftige Schneefälle bremsen den Feierabendverkehr in Teilen Deutschlands erheblich aus. Besonders Hessen ist betroffen. «Auf unseren Autobahnen geht gerade fast nichts mehr», sagte ein Sprecher der Polizeiautobahnstation Wiesbaden. Betroffen sei unter anderem die A3. Dort staue sich der Verkehr zwischen Raunheim und Idstein auf knapp 30 Kilometern Länge. 

An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt wurde der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Starker Schneefall legte den Flugbetrieb am Nachmittag vorübergehend lahm. So waren ab etwa 15.00 Uhr keine Starts und Landungen möglich, teilte der Flughafenbetreiber Fraport mit. Grund sei die Schneedecke auf den Start- und Landebahnen, hieß es. 

Unwetterwarnungen für mehrere Regionen

Der Deutsche Wetterdienst warnte am Abend für Regionen nördlich von Frankfurt am Main und Wiesbaden vor starkem Schneefall. In einer amtlichen Unwetterwarnung heißt es, es bestehe Gefahr für Leib und Leben durch eine geschlossene Schneedecke, eingeschränkte Mobilität, blockierte Verkehrswege und Glatteis. Die Warnung sollte voraussichtlich bis 19.00 Uhr gelten.

Wann sich die Situation auf der A3 entspannt, ist noch völlig unklar. Derzeit hoffe die Polizei, dass der Stau in den nächsten Stunden zumindest ein wenig aufgelöst werden könne, sagte ein Sprecher der Polizeiautobahnstation Wiesbaden. «Wir wissen allerdings nicht, inwiefern die Streudienste durchkommen, da alle Fahrbahnspuren blockiert sind.»

Für den Fall, dass sich der Stau nicht auflösen lasse, würden Vorbereitungen getroffen. «Wir haben einen Verbindungsmann vom Rettungsdienst schon mit auf der Dienststelle», erläuterte der Sprecher. Sollte es notwendig werden, würden entsprechende Maßnahmen schnell eingeleitet.

Polizei muss zu vielen Unfällen ausrücken

In Frankfurter Stadtgebiet wurden nach Angaben der Polizei binnen drei Stunden rund 50 Unfälle gemeldet. Dabei habe es sich größtenteils um Blechschäden gehandelt, hieß es. Laut der Autobahnpolizei Frankfurt gab es auf der A 661 und auf der A 66 einzelne Unfälle.

Dichter Schneefall und Glätte sorgten auch in und um Mainz für ein Verkehrschaos und massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Ab 12.30 Uhr seien innerhalb von knapp vier Stunden im Gebiet des Polizeipräsidiums Mainz mindestens 85 Unfälle gezählt worden, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe Verkehrsbehinderungen auf nahezu allen Straßen, sowohl innerhalb von Mainz als auch auf dem Autobahnring. Busse und Lastwagen seien liegengeblieben. «In und um Mainz ist die Hölle los.»

Präsenzunterricht an Schulen in Niedersachsen fällt aus

Unwetterwarnungen vor Glatteis galten für große Teile Niedersachsens - bis voraussichtlich Mittwochmorgen. «Es besteht hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz», heißt es in der Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Deswegen soll am Mittwoch in mehreren Landkreisen der Präsenzunterricht an Schulen ausfallen.

Sollte sich die Wetterlage nicht entspannen, müssen Autofahrerinnen und Autofahrer am Donnerstag wegen eines Streikaufrufs in Schleswig-Holstein mit glatten Bundes- und Landstraßen rechnen. «Die Straßenmeistereien werden bezirksübergreifend arbeiten und sich aushelfen, um sicherzustellen, dass Gefahrenstellen weitestmöglich entschärft werden», kündigte der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) an. Mit der Gewerkschaft Verdi sei eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen worden.

Aussichten auf milderes Wetter im Nordosten gibt es ab Freitag. Dann wird Hoch «Daniel» nach Osten abgedrängt und es kommt etwas mildere Luft an - der Dauerfrost verabschiedet sich größtenteils.

@ dpa.de

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