Hessen, Deutschland

Weihnachtsmarkt streicht Namen «Lumumba» für Kakao mit Rum

04.12.2025 - 10:27:22

Der Name «Lumumba» für heißen Kakao mit Rum ist umstritten. Er geht auf einen erschossenen Unabhängigkeitskämpfer zurück. Auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt soll das Getränk nun nicht mehr so heißen.

  • Kakao mit Rum gibt’s in Kassel jetzt ohne umstrittenen Namen. (Archivbild) - Foto: picture alliance / dpa

    picture alliance / dpa

  •  Die Veranstalter reagieren damit auf Kritik an der Bezeichnung des Getränks. (Archivbild) - Foto: picture alliance / Swen Pförtner/dpa

    picture alliance / Swen Pförtner/dpa

Kakao mit Rum gibt’s in Kassel jetzt ohne umstrittenen Namen. (Archivbild) - Foto: picture alliance / dpa Die Veranstalter reagieren damit auf Kritik an der Bezeichnung des Getränks. (Archivbild) - Foto: picture alliance / Swen Pförtner/dpa

Standbetreiber auf dem Weihnachtsmarkt in Kassel sollen Kakao-Getränke mit Rum künftig unter anderem Namen als «Lumumba» anbieten. Dazu wurden sie von der Veranstalterin Kassel Marketing GmbH aufgefordert. 

Kassel Marketing sei wichtig, «dass der Weihnachtsmarkt ein Ort ist, an dem sich alle Menschen willkommen und respektiert fühlen», erklärte eine Sprecherin. Alle Standbetreiber seien der Aufforderung bereits nachgekommen, berichtete sie.

Die Bezeichnung «Lumumba» für das Getränk wird als rassistisch kritisiert, weil sie an den kongolesischen Freiheitskämpfer Patrice Lumumba erinnert. Kritiker der Bezeichnung sehen eine Verhöhnung darin, dass ein Getränk «mit Schuss» den Namen eines Mannes trägt, der in den 60er Jahren erschossen wurde. Zuvor hatte die «Hessische/Niedersächsische Allgemeine» (HNA) berichtet.

Die Stadt Frankfurt hatte den Standbetreibern des Weihnachtsmarktes bereits im vergangenen Jahr dringend empfohlen, den Namen «Lumumba» nicht mehr zu verwenden. Der Aufruf habe damals Wirkung gezeigt, erklärte eine Sprecherin der Frankfurter Tourismus und Congress GmbH auf Anfrage. In diesem Jahr gebe es keinen Stand, der Getränke unter diesem Namen anbietet.

Patrice Lumumba (1925-1961) war der erste Ministerpräsident des Kongo nach der Unabhängigkeit der einstigen belgischen Kolonie. 1960 wurde er bei einem Staatsstreich gestürzt und später von einem Erschießungskommando getötet.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutsche Börse will Allfunds für 5,3 Milliarden Euro kaufen. Davon sollen auch Anleger profitieren. Die Deutschlands größter Börsenbetreiber legt ein milliardenschweres Angebot für den Fondsvermittler Allfunds vor. (Politik, 21.01.2026 - 21:46) weiterlesen...

Deutsche Börse peilt größte Übernahme ihrer Geschichte an. Davon sollen auch Anleger profitieren. Die Deutschlands größter Börsenbetreiber legt ein milliardenschweres Angebot für den Fondsvermittler Allfunds vor. (Politik, 21.01.2026 - 21:22) weiterlesen...

K.o. in letzter Minute: Frankfurt scheidet in Baku aus. Bei der Niederlage in Baku erinnert vieles an die Toppmöller-Zeit. Kein Endspiel, sondern das vorzeitige Aus: Eintracht Frankfurt wird sich nächste Woche aus der Champions League verabschieden. (Politik, 21.01.2026 - 21:09) weiterlesen...

Spätes 2:3 bei Außenseiter Agdam: Frankfurt scheidet aus. Das späte 2:3 beim Gastspiel in Aserbaidschan ist zu wenig. Die Muster erinnern verdächtig an die Toppmöller-Zeit. Auch nach dem Trainerwechsel gelingt Eintracht Frankfurt kein Erfolgserlebnis. (Politik, 21.01.2026 - 20:43) weiterlesen...

SAP und Fresenius treiben Einsatz von KI in Kliniken voran. Für ein neues Projekt arbeiten nun der Softwareriese und Deutschlands größter Klinikbetreiber zusammen. Künstliche Intelligenz soll im Krankenhausalltag die Arbeit von Ärzten und Pflegern erleichtern. (Wissenschaft, 19.01.2026 - 11:17) weiterlesen...

Eintracht trennt sich von Trainer Toppmöller. Ein Club-Idol sitzt nun mit auf der Bank. Eintracht Frankfurt zieht die Konsequenzen aus der Krise: Chefcoach Dino Toppmöller muss beim Champions-League-Teilnehmer sofort gehen. (Politik, 18.01.2026 - 13:15) weiterlesen...