Hamburg, Deutschland

Mutmaßlicher Entführer: Mussten im Block-Hotel nichts zahlen

16.12.2025 - 10:25:44

Der Chef einer Sicherheitsfirma, der die Entführung der Block-Kinder organisiert haben soll, sagt im Gericht aus. Die Richterin will wissen: Wer zahlte für die Unterbringung im Luxushotel der Familie?

Im Hamburger Block-Prozess hat der mutmaßliche Chef der Entführer ausgesagt, von seinem Team sei für Unterkunft und Essen im Luxushotel der Familie nie Geld verlangt worden. «Es war ganz klar abgeklärt, dass wir nicht bezahlen müssen», sagte der 68-Jährige nach Angaben einer Dolmetscherin im Landgericht.

Der Geschäftsführer eines israelischen Sicherheitsunternehmens soll die Entführung der beiden Kinder weg vom Wohnsitz des Vaters in Dänemark in der Silvesternacht 2023/24 organisiert und durchgeführt haben.

Richterin gab rechtlichen Hinweis

Die Vorsitzende Richterin hatte an einem früheren Prozesstag einen rechtlichen Hinweis mit Blick auf den mitangeklagten Anwalt der Block-Gruppe gegeben. Der 63-Jährige könne auch wegen Untreue verurteilt werden, weil er die Anweisung gegeben haben soll, die Israelis über Wochen und Monate umsonst im Hotel zu beherbergen. Dadurch sei der Elysée Hotel AG ein Schaden von mindestens 200.000 Euro entstanden. Christina Block könne in dieser Sache wegen Beihilfe oder Anstiftung verurteilt werden.

Der Chef des Sicherheitsunternehmens ist in dem Fall auch Beschuldigter und wurde bis kürzlich mit Haftbefehl gesucht. Für seine freiwillige Aussage sicherten ihm die Ermittlungsbehörden sicheres Geleit zu.

Hauptangeklagte ist die Hamburger Unternehmerin Christina Block. Ihr wird vorgeworfen, nach einem langen Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann den Auftrag zur Entführung gegeben zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet das.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Nordsee soll «größter Energie-Hub der Welt» werden. Tausende weitere sollen bis 2050 hinzukommen. Die Energiegewinnung aus Windkraft in der Nordsee soll bis dann fast verzehnfacht werden. Rund 1600 Windräder stehen bereits vor deutschen Küsten. (Politik, 26.01.2026 - 20:00) weiterlesen...

Vattenfall-Chefin Borg: Brauchen Signal, um zu investieren. Aus Sicht der Chefin des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, Anna Borg, ist das nicht überraschend. Risiken müssten neu verteilt werden. Manche Windkraftflächen der Nordsee finden keinen Käufer. (Wirtschaft, 26.01.2026 - 17:36) weiterlesen...

Nordsee-Anrainer treiben Ausbau der Windkraft voran. Tausende weitere sollen bis 2050 hinzukommen. Die Energiegewinnung aus Windkraft in der Nordsee soll bis dann fast verzehnfacht werden. Rund 1600 Windräder stehen bereits vor deutschen Küsten. (Politik, 26.01.2026 - 16:17) weiterlesen...

Messerangriff im Hauptbahnhof - Täterin muss in Psychiatrie. Laut Gericht leidet die 40-Jährige an paranoider Schizophrenie. Jetzt ist das Urteil gefallen. Eine Frau sticht im Mai wahllos auf Reisende im Hamburger Hauptbahnhof ein. (Unterhaltung, 26.01.2026 - 14:43) weiterlesen...

WM-Boykott? Bundesregierung will sich nicht einmischen. Die Debatte geht nach den Ereignissen in Minnesota weiter. Nach US-Präsident Trumps Drohungen gegen Grönland kamen erste Vorstöße für einen möglichen Boykott der Fußball-WM. (Sport, 26.01.2026 - 13:54) weiterlesen...

Nebenklage sorgt im Block-Prozess mit Bemerkung für Aufsehen. Seine Aussage vor dem Landgericht missfällt der Nebenklage. Ein Kinderpsychologe hat Christina Block, die ihre Kinder in Dänemark jahrelang nicht sehen konnte, oft beraten. (Unterhaltung, 26.01.2026 - 13:40) weiterlesen...