Das Rote Kreuz in Myanmar richtet sich auf eine große Katastrophe ein.
28.03.2025 - 12:43:51Dämme nach Erdbeben in Myanmar in Gefahr. Im Erdbebengebiet rund um das Epizentrum leben Millionen.
Das Rote Kreuz in Myanmar spricht von verheerenden Schäden nach dem Erdbeben in Myanmar. Die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) in der Hafenstadt Yangon hat mit Mitarbeitern in der betroffenen Region gesprochen, wie die IFRC-Programm-Managerin vor Ort, Marie Manrique, berichtet. Es bestehe große Sorge, dass Dämme am Fluss Irrawaddy beschädigt worden sein und brechen könnten.
In der Umgebung der Epizentren der beiden Beben nahe der Stadt Sagaing leben nach ihren Angaben 18,5 Millionen Menschen. Darunter seien viele Vertriebene. Durch die Kämpfe ethnischer Gruppen, die sich seit dem Militärputsch 2021 gegen die Armee zur Wehr setzen, seien im Land 3,5 Millionen Menschen vertrieben worden. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) halten sich rund 1,6 Millionen der Vertriebenen in der betroffenen Region auf.
Mandalay, vor dem Putsch ein Touristenmagnet, liegt nur 15 Kilometer Luftlinie östlich der Stadt Sagaing. Mandalay liegt rund 600 Kilometer nördlich der einstigen Hauptstadt Yangon.
«Wir sind sehr besorgt über die möglichen humanitären Folgen», sagte Manrique. «Wir rechnen mit sehr vielen Verletzten.»
Zwei starke Beben haben die Region erschüttert. Die Stärke wurde mit bis zu 7,7 und 6,4 angegeben.