Fernsehen, Medien

Deutsche Medienunternehmen fordern Rücknahme der amerikanischen VISA-Pläne für Korrespondentinnen und Korrespondenten

16.09.2025 - 12:03:13

Mainz - ARD, Deutschlandradio, ProSiebenSat.1, RTL Deutschland und ZDF bitten Bundesregierung um diplomatische Unterstützung.

Die deutschen Medienunternehmen ARD, Deutschlandradio, ProSiebenSat.1, RTL Deutschland und ZDF fordern die Rücknahme der amerikanischen VISA-Pläne für Korrespondentinnen und Korrespondenten und haben Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Außenminister Johann Wadephul dafür um Unterstützung gebeten. In einem gemeinsamen Schreiben appellieren sie an die Bundesregierung, sich auf diplomatischem Wege bei der US-Administration gegen die geplante US-Visareform für ausländische Journalistinnen und Journalisten auszusprechen. Die neue Regelung würde die Dauer eines Journalistenvisums auf 240 Tage begrenzen, unter Umständen mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere 240 Tage.

Florian Hager (ARD), Stefan Raue (Deutschlandradio), Bert Habets (ProSiebenSat.1), Stephan Schmitter (RTL Deutschland) und Norbert Himmler (ZDF) weisen in dem Brief darauf hin, dass eine freie "Meinungsbildung auf der Grundlage unvoreingenommener Informationen ein Eckpfeiler unserer Demokratien" ist: "Deshalb unterhalten die deutschen Sender ein Netzwerk von Büros in allen relevanten Teilen der Welt. Traditionell gehören unsere Büros in Washington und New York zu unseren wichtigsten Vertretungen."

Die Bundesregierung könne die Initiative der Medienunternehmen unterstützen, indem sie "einen formellen Protest beziehungsweise eine Protestnote auf diplomatischem Wege in Washington platzieren und ihre Irritation über die Entwicklung zum Ausdruck bringen könnte", heißt es in dem Schreiben.

Der Vorschlag der Trump-Administration, der sich auch auf nicht eingewanderte akademische Studierende und Austauschbesucher bezieht, kann bis zum 29. September 2025 durch Betroffene und Dritte kommentiert werden. In der vergangenen Woche haben weltweit mehr als 100 führende Medienorganisationen und Verbänden ihren Protest gegen die Kürzung der Visa-Laufzeiten erhoben.

Pressekontakt:

ZDF-Kommunikation
pressedesk@zdf.de

Folgen Sie uns gerne auch bei LinkedIn (https://www.linkedin.com/company/zdf/).

Original-Content von: ZDF übermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5d5d8f

@ presseportal.de

Weitere Meldungen

«Ich muss kotzen» - So lief die Ekel-Prüfung im Dschungel Krokodilaugen, Kamelhirn und Froschblut: Die Dschungel-Stars stehen vor einer besonders harten Essensprüfung. (Unterhaltung, 28.01.2026 - 23:55) weiterlesen...

Letzte Late-Night-Show mit Stephen Colbert am 21. Mai. Jetzt steht das Datum für die letzte Show fest. Im Sommer verkündete der US-Sender CBS das Ende der Late-Night-Show von Satiriker und Trump-Kritiker Colbert - offiziell aus finanziellen Gründen. (Unterhaltung, 28.01.2026 - 18:04) weiterlesen...

Slomka: Bin lieber für Fragestil statt Foodposts bekannt. Nun spricht sie über Journalisten als Marke, verteidigt ihre Interview-Führung - und verrät, ob der Job sie auch privat verändert hat. Seit 25 Jahren prägt Marietta Slomka das ZDF-«heute journal». (Unterhaltung, 28.01.2026 - 05:00) weiterlesen...

Zwischen Kitsch und Klatschblatt: Das Phänomen «Bridgerton». Nun startet die vierte Staffel der Historienromanze bei Netflix. Ein wichtiges Geheimnis ist schon gelüftet. «Bridgerton» hat Hunderte Millionen Abrufe. (Unterhaltung, 28.01.2026 - 04:30) weiterlesen...

«Mach was draus!»: Stefan Raab im Dschungel-Windschatten Einst war er ein Zugpferd im Fernsehen - braucht er jetzt selbst eines? Nach eher durchwachsenem Erfolg bei RTL versucht Stefan Raab es dort nun im Windschatten des Dschungelcamps. (Unterhaltung, 28.01.2026 - 00:50) weiterlesen...

Gil Ofarim: «Das kann es nicht gewesen sein» Auch an Tag fünf im Dschungelcamp wird gekämpft: Alt gegen Jung, alle gegen den Regen, Ariel gegen Matsch und Krabbeltiere - und Gil Ofarim gegen seinen Ruf. (Unterhaltung, 28.01.2026 - 00:20) weiterlesen...