Juliane Bartel Medienpreis für NDR Podcast über Femizide in Österreich
08.11.2023 - 10:26:37Anja Würzberg, Programmbereichsleiterin NDR Kultur: "Das bedrückende Thema Femizide verdient jede Aufmerksamkeit. In diesem Feature kommen Betroffene zu Wort, die sich sonst nicht in die Öffentlichkeit wagen. Es ist ein großartiges Beispiel dafür, wie Aufklärung gelingt und Empathie gefördert wird."
Das knapp einstündige Feature setzt sich mit Fällen von Femiziden und versuchten Frauentötungen in der Alpenrepublik auseinander. Österreich ist europaweit gemessen an der Einwohnerzahl das Land mit der höchsten Rate an Femiziden. Mädchen und Frauen werden hierbei maßgeblich wegen ihres Geschlechts zum Opfer von Morden und versuchten Tötungsdelikten. Dabei handelt es sich zumeist um Beziehungstaten. Im Podcast erzählen Frauen jedweden Alters vom Versuch, ihnen das Leben zu nehmen.
In der Begründung der Jury heißt es: "Psychische und physische Gewalt gegen Frauen: Das Thema gehört auf die öffentliche Tagesordnung, in Österreich, in Deutschland, weltweit. Dafür zu sorgen ist gesellschaftliche Aufgabe, aber auch Aufgabe der Medien. Wie dies medial sinnvoll geschehen kann, ohne Orientierung auf Sensation und doch eindringlich mitfühlend, zeigt der Beitrag auf beeindruckende Weise."
Mit dem Juliane Bartel Medienpreis würdigt das Land Niedersachsen Autorinnen und Autoren, die in ihren Fernseh-, Hörfunk- und Internet-Beiträgen die Gleichstellung von Frauen und Männern thematisieren und dabei Rollenkonflikte sichtbar machen. Der Preis, wurde in diesem Jahr zum 22. Mal verliehen. Er wird in vier Kategorien vergeben und ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Der NDR ist einer von elf Kooperationspartnern und entsendet auch ein Mitglied in die Jury, das sich bei Abstimmungen über nominierte NDR Produktionen grundsätzlich enthält. Der bundesweit renommierte Preis wird von Beginn an im NDR Landesfunkhaus in Hannover verliehen.
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