Fernsehen, Medien

Fernsehrat: Beleidigungen und Bedrohungen von Journalistinnen und Journalisten gefährden die Pressefreiheit / ZDF-Fernsehrat und Intendant positionieren sich für unabhängige Berichterstattung

19.09.2025 - 11:36:38

Fernsehrat: Beleidigungen und Bedrohungen von Journalistinnen und Journalisten gefährden die Pressefreiheit / ZDF-Fernsehrat und Intendant positionieren sich für unabhängige Berichterstattung. Mainz - Der ZDF-Fernsehrat hat sich in seiner Plenarsitzung am Freitag, 19. September 2025, in Mainz mit den aktuellen Anfeindungen gegen die Journalisten Elmar Theveßen und Dunja Hayali befasst. Das Gremium verurteilt in einer Erklärung "jede Form von Hetze und politischem Druck, mit dem versucht wird, unabhängige und kritische Berichterstattung einzuschränken." Die beiden ZDF-Journalisten waren wegen Formulierungen im Zusammenhang mit dem Attentat auf den amerikanischen Aktivisten Charlie Kirk heftig in die Kritik geraten.

"Pressefreiheit ist für die Demokratie ein unverhandelbares Gut", heißt es in der Erklärung des Fernsehrats. "Zur Aufgabe von Medienschaffenden gehöre auch eine Einordnung von politischen Ereignissen. Wer sie daraufhin beleidigt oder bedroht, gefährdet den öffentlichen Diskurs einer freien und vielfältigen Gesellschaft."

ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler erklärte, das was das ZDF in den vergangenen Tagen erreicht habe, sei in weiten Teilen keine Kritik mehr und entbehre jeglicher Verhältnismäßigkeit. Himmler: "Meine Kolleginnen und Kollegen sind seit mehr als einer Woche Hass und Hetze im Netz ausgesetzt, offene Drohungen werden gegen sie ausgesprochen, bis hin zu Morddrohungen. Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten nach hohen Qualitätsstandards. Dennoch: Fehler passieren. Wir sind selbstkritisch und auch mit Kritik von außen setzen wir uns sehr gewissenhaft auseinander. Einschüchterung und Drohungen aber nehmen wir nicht hin. Wir verteidigen die Pressefreiheit und stellen uns klar vor unsere Kolleginnen und Kollegen."

Der Fernsehrat unterstützt in der Erklärung auch den Appell deutscher Medienunternehmen an die Bundesregierung, sich auf diplomatischem Wege bei der US-Administration gegen die geplante US-Visareform für ausländische Journalistinnen und Journalisten auszusprechen: "Willkürliche Verkürzungen von Visa-Laufzeiten für Journalistinnen und Journalisten schaffen eine Erpressbarkeit durch ausländische Regierungen." Korrespondentinnen und Korrespondenten im Ausland müssten langfristig und auch kritisch über Entwicklungen vor Ort berichten können, ohne Gefahr zu laufen, dauerhaft ausgewiesen zu werden.

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