Wintersport, Weltcup

«Ging nach hinten los»: Preuß hadert nach Fehlstart

29.11.2025 - 18:24:54

Zum Saisonauftakt in Schweden reicht es für Franziska Preuß und Co. nicht für einen Podestplatz. Bei den Frauen gibt es ein kleines Debakel, die Männer sind näher an der Weltspitze.

  • Zwei Strafrunden von Selina Grotian warfen das deutsche Team zurück. - Foto: Björn Larsson Rosvall/TT News Agency via AP/dpa

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  • Franziska Preuß musste ein Mal in die Strafrunde. - Foto: Björn Larsson Rosvall/TT News Agency/AP/dpa

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Zwei Strafrunden von Selina Grotian warfen das deutsche Team zurück. - Foto: Björn Larsson Rosvall/TT News Agency via AP/dpaFranziska Preuß musste ein Mal in die Strafrunde. - Foto: Björn Larsson Rosvall/TT News Agency/AP/dpa

Nach dem verpatzten Auftakt in den Olympia-Winter suchte Franziska Preuß nicht lange nach Ausreden. «Das war definitiv eine schlechte Leistung», sagte die Biathlon-Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison nach Rang elf mit der deutschen Frauenstaffel. Zum Weltcup-Start im schwedischen Östersund war das deutsche Quartett nach drei Strafrunden und zehn Nachlader völlig chancenlos. «Es ging nach hinten los», sagte Preuß in der ARD: «Das war einfach nicht gut, da muss man nicht viel dazu sagen.»

Die 31 Jahre alte Verfolgungs-Weltmeisterin leistete sich beim souveränen Sieg Frankreichs eine Strafrunde, Selina Grotian sogar zwei. Nur Vanessa Voigt und Janina Hettich-Walz vermieden im deutschen Quartett zusätzliche Meter am Schießstand. «Ich habe einfach nur noch gewackelt, ich habe die Waffe einfach nicht ruhig bekommen», sagte Preuß: «Das war kein guter Start.» Dem stimmte die zehn Jahre jüngere Grotian, die den Wind in Mittelschweden falsch einschätzte, zu: «Das muss nicht sein, dass man da zwei Strafrunden schießt.»

Die Männer machen es auch ohne Podestplatz etwas besser

Ähnlich schlecht waren die deutschen Frauen zuletzt im März 2021, als sie mit der Staffel Zwölfte beim Weltcup im tschechischen Nove Mesto geworden waren. Nach 4 x 6 Kilometern lagen die WM-Fünften im Ziel nun 3:16,2 Minuten hinter den starken Französinnen. Italien sicherte sich vor Tschechien den zweiten Rang.

Etwas besser lief es gut dreieinhalb Stunden später für die deutschen Männer. Justus Strelow, Danilo Riethmüller, Philipp Nawrath und Philipp Horn kamen auf neun Nachlader und hatten als Vierte 55,7 Sekunden Rückstand auf Weltmeister Norwegen. Platz zwei erkämpfte sich Frankreich vor Gastgeber Schweden. Dem Quartett des Deutschen Skiverbands fehlten nach 4 x 7,5 Kilometern 31,0 Sekunden zum ersten Podestplatz.

Der teilweise starke Wind sorgte für einige Probleme am Schießstand. Strelow brauchte fast zwei Minuten für sein Stehendschießen, weil er es ganz genau machen wollte. Zwar vermied der Sachse eine Strafrunde, fiel aber schnell weit zurück und übergab nur als 15. auf Riethmüller. Der Harzer brachte sein Team nach nur einem Nachlader auf Platz acht nach vorn. Nawrath war dann ohne Extrapatrone noch stärker - und stürmte vor dem letzten Wechsel sogar auf Rang drei. Diesen konnte der Thüringer Horn aber nicht halten.

Comebacks für Voigt und Hettich-Walz

Bei den Frauen hatte zuvor Startläuferin Voigt ebenso ihre Rückkehr in den Weltcup gefeiert wie Hettich-Walz. Die Thüringerin Voigt hatte die vergangene Saison wegen körperlichen Problemen vorzeitig beenden müssen, Hettich-Walz war nach ihrer Babypause erstmals seit rund 20 Monaten wieder dabei. Sie hatten ihr Team schon auf Position vier gebracht, ehe Grotian im Liegendschießen und Preuß im Stehendschießen entscheidend patzten. 

Den Auftakttriumph sicherte sich Frankreich selbst ohne Julia Simon mühelos. Die 29-Jährige ist nach ihrer Verurteilung wegen Diebstahls und Kreditkartenbetrugs in Schweden noch gesperrt, wird aber schon beim zweiten Weltcup in Österreich wieder dabei sein. Eine härtere Strafe droht Simon nicht mehr, die Biathlon Integrity Unit vom Weltverband IBU lässt den Fall ruhen. Bei den Olympischen Winterspielen in Italien kann sie dabei sein.

@ dpa.de

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