Vierschanzentournee, Weltcup

Olympiasieger Andreas Wellinger entgeht in Innsbruck nur knapp einem sportlichen Debakel.

03.01.2026 - 15:55:25

«Am Schleuderstuhl»: Wellinger rettet sich als 50. der Quali. Auch der bisherige Dominator Domen Prevc schwächelt zum ersten Mal.

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger hat eine schwere Schlappe um 0,1 Punkte vermieden und als 50. der Qualifikation gerade so das Finale der besten 50 Athleten in Innsbruck erreicht. Der 30-Jährige sprang in der Vorausscheidung 115 Meter und bekommt es am Sonntag (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) bei der Vierschanzentournee mit Quali-Sieger Jan Hörl aus Österreich zu tun.

Eine Schwäche erlaubte sich erstmals der Gesamtführende Domen Prevc, der bei starkem Rückenwind nur 112 Meter sprang und damit nicht über Rang 30 hinauskam. Zuvor hatte der Slowene jede Qualifikation und jedes Springen bei dieser Tournee gewonnen. Die Punkte der Vorausscheidung zählen aber nicht für die Gesamtwertung.

Wellinger: Nur noch ein Kampf

Als Wellinger sprang, waren die Windbedingungen noch in Ordnung. «Wir sind extrem hart am Arbeiten, dass wir eine Lösung finden, dass es leichter wird. Der Fluss und die Leichtigkeit fehlen komplett. Das merke ich, sobald ich oben rausspringe. Ab da ist es nur noch ein Kampf», beschrieb Wellinger seine Flüge im ZDF. 

«Das ist mühsam», fügte der Bayer an. Schon 25 Minuten vor Ende der Quali sagte der Stadionsprecher, Wellinger sei «am Schleuderstuhl». Nur wegen eines Patzers des Norwegers Marius Lindvik klappte es noch mit Rang 50.

Raimund nur auf Rang 17

Das deutsche Spitzenduo Felix Hoffmann und Philipp Raimund schaffte die Qualifikation vor 8.400 Zuschauern problemlos. Hoffmann (123 Meter) sprang auf Rang fünf, für Raimund (116,5 Meter) ging es auf Platz 17. In der Tournee-Gesamtwertung geht es für beide noch um einen Podestplatz. Pius Paschke (23.) und Karl Geiger (39.) lösten ihr Ticket für das Bergisel-Springen.

«Ich habe heute den Tag als sehr positiv empfunden», sagte Geiger, der in Oberstdorf noch die Qualifikation und in Garmisch-Partenkirchen den zweiten Durchgang verpasst hatte.

@ dpa.de

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