Neues Leben im Doppel für Dajana Eitberger mit Magdalena Matschina
01.02.2026 - 10:00:00Das erste Ziel haben Dajana Eitberger und Magdalena Matschina souverän erreicht. "Die Qualifikation für die Olympischen Spiele ist mehr wert als eine Medaille", sagt Eitberger. Weil ihre deutschen Teamkolleginnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal beim Testevent auf der Olympiabahn in Cortina d'Ampezzo patzten und wegen Stürzen sowie Krankheit das Rennen in Sigulda nicht bestreiten konnten, hatten sich Eitberger/Matschina frühzeitig qualifiziert. Das gibt Sicherheit.
"Wenn wir zu den Olympischen Spielen fahren, dann weiß ich, was verlangt wird", sagt Eitberger. Die 35-Jährige hat in ihrer langen Laufbahn genügend Erfahrung gesammelt, um zu wissen, um was es geht. "Wir müssen im Wettkampf stabil Leistung abliefern", erklärt sie. Daran arbeitet das Doppel nicht erst seit Beginn dieser Saison, sondern bereits seit dem Sommer. Und Vorderfrau Eitberger, Mutter eines fünfjährigen Sohnes, kümmert sich beinahe wie eine Mama um ihre 15 Jahre jüngere Hinterfrau. Die nimmt diese Hilfestellung gerne an.
Schließlich verfügt Dajana Eitberger über genügend Meriten. 2018 hat sie bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang Silber gewonnen. 2023 wurde sie Sprint-Weltmeisterin. Danach tauschte sie den Schlitten: Doppel statt Einer. Zunächst mit Saskia Schirmer, nun in der zweiten Saison mit Magdalena Matschina. Die war zuvor schon sechs Jahre im Doppel unterwegs gewesen.
"Mein Rucksack ist gut gefüllt mit viel Gefühl und Power", beschreibt Eitberger sehr blumig die neue Erfahrung, die sie mit Matschina macht. Den Wechsel vom Einzel auf den Doppel hat sie nicht bereut. "Die neue Herausforderung hat mir auch für meine persönliche Entwicklung sehr viel Mehrwert gegeben", sagt die 1,80 Meter große Athletin, "viel mehr, als wenn ich mich weiter im Hamsterrad Einer gedreht hätte." Statt nur für sich verantwortlich zu sein, muss sich die Thüringerin, die seit vielen Jahren schon in Bayern lebt, nun auch auf eine Partnerin einlassen. "Ich musste nach 22 Jahren auf dem Einzel mein Mindset ändern", sagt die Blondine. Und Eitberger muss kommunizieren. Was ihr allerdings leicht fällt, denn sie spricht von Natur aus gerne und viel. So viel, dass sich Magdalena Matschina manchmal energisch melden muss. Allerdings akzeptiert sich auch die Hierarchie: "Ein Stück weit ist es schon so, dass die Steuerfrau die Chefin ist." Worauf Eitberger sofort widerspricht: "Es ist nicht meine Intention, die Chefin zu sein, ich betrachte uns auf Augenhöhe."
Doch was ist das für eine Partnerschaft? Auf der einen Seite die erfahrene Olympiamedaillengewinnerin von PyeongChang 2018 und Mutter eines Sohnes, auf der anderen die 15 Jahre jüngere Partnerin, die noch am Anfang ihrer Karriere steht. "Trotz unseres Altersunterschiedes haben wir identische Interessen", erklärt Eitberger. "Wir schauen gerne Serien, ganz speziell "Grey's Anatomy", shoppen und kochen leidenschaftlich", ergänzt Matschina. Meist gibt es Pasta oder Pizza. Passend zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Italien.
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Margit Dengler
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