Vor dem Hintergrund der Einführung des neuen Wehrdienstes fordert Jörg-Andreas Krüger, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland, die Einbeziehung des Nabu.
01.01.2026 - 08:06:19Nabu-Präsident für verpflichtenden Zivildienst
Der Klimawandel werde die Gesellschaft in der Zukunft stark fordern, so Krüger, sei es durch Dürren, Brände oder Starkregen. "Beim Zivildienst einen Fokus auf ökologische Resilienz zu legen, halte ich für sehr sinnvoll", sagte der Verbandsfunktionär. Gleichzeitig hob Krüger die Bedeutung der Ehrenamtlichen für die Arbeit des Nabu hervor - und warnte vor der AfD. "Die AfD lehnt unsere Arbeit grundsätzlich ab, stellt wissenschaftliche Erkenntnisse wie den menschengemachten Klimawandel infrage und greift Umweltverbände regelmäßig an. Mit dieser Partei gibt es für uns keine Zusammenarbeit", sagte er. "Vor Ort erleben unsere Ehrenamtlichen oft Ablehnung - teils schon gegenüber der bloßen Existenz des Nabu - bis hin zu üblen Beleidigungen. Manchmal gibt es auch Vereinnahmungsversuche durch AfD-Vertreter. Beides ist schwierig und muss geklärt werden."Man wolle niemanden in Konfrontationen zwingen, so Krüger. "Ehrenamtliche sollen keine politischen Konflikte auf der Straße austragen müssen." Aber: "In manchen Regionen, gerade in Ostdeutschland, ist der Druck besonders hoch. Dafür haben wir großes Verständnis."


