Baden-Württemberg treibt Abschiebungen in den Iran voran
15.01.2026 - 17:05:11Dem Ministerium zufolge seien Abschiebungen in den Iran ohnehin kaum möglich, weil Teheran bei der Rückübernahme der Menschen nicht kooperiere. Im Übrigen prüfe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in jedem Einzelfall, "ob angesichts der aktuellen Lage im Iran zielstaatsbezogene Abschiebungsverbote vorliegen".
Auch die SPD-geführte niedersächsische Landesregierung verwies auf Anfrage der Zeitung auf die mangelnde Kooperation Teherans. Deshalb habe man seit Anfang 2024 nicht dorthin abgeschoben. Einen eigenen Abschiebestopp will man auch jetzt nicht verhängen: Aus Niedersachsen sei die Lage im Iran "nur schwer zu beurteilen", sagte Innenministerin Daniela Behrens (SPD) der "Frankfurter Rundschau".
Es sei vielmehr Aufgabe des Auswärtigen Amtes, "sofern überhaupt möglich", zeitnah einen ad-hoc Bericht zur Lage vor Ort vorzulegen. Auf dieser Basis könnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) über die Asylanträge von Iranern entscheiden, so Behrens.


