Feuerwehr, Brand

FW Weinheim: Handdruckmelder missbraucht - Weinheimer Feuerwehr rückt umsonst ins Karlsberg Carré aus

15.02.2026 - 14:32:43

Weinheim - Ein Mitarbeiter löste am Samstagabend im Karlsberg Carré mutwillig einen Brandmeldealarm aus, um das Gebäude über Fluchttüren zu verlassen. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rückten mit 25 Kräften an. Es brannte nicht. Die Feuerwehr stellt die Kosten in Rechnung.

Weinheim. Am Samstagabend alarmierte die Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar die Einsatzkräfte der Freiwillige Feuerwehr Weinheim in die Innenstadt zum Karlsberg Carré. Mit dem Einsatzstichwort Brandmeldeanlage rückten die Abteilungen Stadt und Sulzbach gegen 23 Uhr an. 

Vor Ort kontrollierten die Feuerwehrabgehörigen des Löschzug (Einsatzleitwagen,zwei Löschfahrzeuge, Drehleiter) das Gebäude und den betroffenen Bereich. Die Einsatzkräfte stellten schnell fest, dass kein Brand vorlag. Ausgelöst hatte ein Handdruckmelder in unmittelbarer Nähe der Brandmeldezentrale. Die Feuerwehr kontrollierte den Bereich ohne Feststellung. 

Nach ersten Erkenntnissen betätigte ein Mitarbeiter eines dort ansässigen Gewerbes den Handdruckmelder mutwillig. Er wollte das Gebäude über Fluchttüren verlassen, was ihm auch gelang. Ein Haustechniker hatte ihm zuvor einen regulären Weg aus dem Gebäude beschrieben. Diesen Weg nahm er nicht. Durch die Auslösung wurden nicht nur Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst alarmiert, sondern auch die Fluchttüren geöffnet. Weitere Maßnahmen waren für die Feuerwehr nicht erforderlich. Die Polizei konnte den Verursacher noch vor Ort ermitteln.

Die Feuerwehr Weinheim war mit einem Löschzug und insgesamt rund 25 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz sorgte mitten in der Innenstadt für Aufmerksamkeit. Der stellvertretende Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Thomas Keller stellte klar: "Solche Alarme binden ehrenamtliche Kräfte ohne Not. Die Einsatzkräfte verlassen Zuhause, Familie und Freizeit, weil sie Menschen in Notlagen helfen wollen. Missbräuchliche Auslösungen belasten den Einsatzbetrieb und blockieren Kapazitäten für echte Notfälle".

Die Stadt Weinheim als Träger der Feuerwehr wird dem Verursacher die Kosten des Einsatzes in Rechnung stellen.

Bei Gefahr und Notlagen kann für Feuerwehr jederzeit über die 112 oder wenn vorhanden über Alarmierungseimrichtungen wie Handdruckmelder alarmiert werden. Den Notruf sollte man absetzen wenn man Feuer, Rauch, Gasgeruch wahrnimmt oder einen Unfall und akute Gefahr für Menschen oder für einen selbst feststellt. In diesen Fällen zählt jede Minute. Dann soll man Handdruckmelder in Gebäuden bei Brand oder bei unmittelbarer Gefahr nutzen. Notruf Missbrauch sind nicht nur strafbar, sie lösen auch unnötige Einsätze aus und können Hilfe an anderer Stelle bei Paralleleinsätzen verzögern. Notrufmissbrauch kann mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet werden.

Die Feuerwehr Weinheim steht rund um die Uhr einsatzbereit. Sie hilft schnell und professionell, wenn Menschen Hilfe brauchen.

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Weinheim
Ralf Mittelbach
Telefon: 06201/82183
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit.feuerwehr@weinheim.de
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