Kriminalität, Polizei

Stade - Der Jahreswechsel hat den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst viel Arbeit verschafft.

01.01.2026 - 13:31:37

Jahreswechsel 2025/2026 - viel Arbeit für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst - Brände verursachen große Sachschäden

Durch die Beamtinnen und Beamten der verschiedenen Dienststellen in Landkreis mussten ca. 50 Einsätze abgearbeitet werden, die mit der Silvesternacht in Verbindung standen.

Neben Störungen und Sachbeschädigungen durch Böller, Körperverletzungen und Brandstiftungen an Mülleimern wurden auch in vier Fällen Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz erstattet.

In Buxtehude mussten die Einsatzkräfte Feuerwerkskörper in einer Wohnung sicherstellen nachdem ein 46-jähriger Mann in Bremen Pyrotechnik der Kategorie F3 und F4 erworben und diese seinem 12-jährigen Sohn überlassen hatte. Dieser hatte sie dann in seinem Kinderzimmer aufbewahrt.

In Stade konnte im Rahmen der Streife auf dem Penny-Parkplatz in Hahle eine sehr lautstarke Explosion akustisch und physisch durch eine Streifenwagenbesatzung wahrgenommen werden. Es wurde daraufhin eine Personengruppe von jungen Leuten im Alter von Anfang 20 Jahren kontrolliert, welche 16 nicht zugelassene Feuerwerkskörper mit sich führen. Die Feuerwerkkörper werden sichergestellt.

In Himmelpforten wurde ein 44-Jähriger Mann kontrolliert, der offenbar pyrotechnische Gegenstände auseinandergebaut und diese anschließen gezündet hatte.

In Wiepenkathen schoss ein bisher noch unbekannter Täter mit einer Schreckschusspistole in die Luft und flüchtete anschließend mit einer größeren Personengruppe vor den eingesetzten Beamten. Hier liegt möglicherweise ein Verstoß gegen das Waffengesetz vor.

In zwei Fällen hielten sich ein 18- und ein 24-jähriger junger Mann in Assel und Himmelpforten beim Abbrennen von Feuerwerk nicht an die vorgeschriebenen Abstände zu benachbarten Reetdachhäusern und müssen nun mit entsprechenden Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen.

Im Verlaufe der Silvesternacht kam es zu mehreren Brandeinsätzen im Bereich der Zuständigkeit der Polizei in Stade. Unter anderem wurden hierbei Matratzen und eine Waschmaschine auf der Fahrbahn der Mittelnkirchener Straße in Brand gesetzt. Neben mehreren Mülltonnenbränden und Bränden von Resten von Feuerwerkskörpern kam es auch zu größeren Feuern mit erheblichem Sachschaden.

In Horneburg begaben sich gegen 17:20 h mehrere Jugendliche an einen derzeit ungenutzten Schuppen auf dem Horneburger Bahnhofsgelände. Dort entfernten sie eine vor einem Kriechkellerfenster stehende Holzplatte und warfen Böller in den Kriechkeller. Im Keller befindliche Bretter gerieten in Brand und es entstand eine erhebliche Rauchentwicklung. Durch den schnellen Einsatz der ca. 40 eingesetzten Feuerwehrleute der Ortswehren aus Horneburg und Dollern konnte der Brand dann aber schnell gelöscht werden, bevor er sich auf den Rest des Gebäudes ausbreiten konnte.

Im Ziegelkamp in Stade geriet der rückwärtige Bereich eines Carports aus derzeit noch ungeklärten Gründen in Brand. Das Feuer griff zunächst auf den gesamten Carport und anschließend auf das Satteldach des angeschlossenen Einfamilienhauses über. Ca. 150 Feuerwehrleute aus beiden Zügen der Hansestadt Stade und der Ortswehren aus Wiepenkathen und Bützfleth rückten am Brandort an und konnten das Feuer schließlich löschen. Die Schadenshöhe wird hier auf 200.000EUR geschätzt

Parallel dazu wurde gegen 02:00 h ein Brand einer Tiefgarage in der Dankersstraße gemeldet. Neben der Tiefgarage wurde dadurch auch ein dort abgestellter PKW beschädigt. Bei diesem Brand entstand Sachschaden in Höhe von geschätzten 50.000EUR. Hier mussten durch die Einsatzkräfte vorsichtshalber 39 Personen vorübergehend evakuiert werden, konnten nach Beendigung der Löscharbeiten aber wieder in ihre Wohnung zurück. Zu diesem Feuer wurden ca. 60 Feuerwehrleute der Ortswehren Hagen, Bützfleth, Agathenburg und Fredenbeck eingesetzt. Die vorsorglich mitalarmierten Kräfte der Feuerwehr Bremervörde konnten noch auf Anfahrt den Einsatz abbrechen und wieder einrücken.

In der Lindenstraße in Stade kam es dann gegen 04:30 h aus bislang unbekannter Ursache zum Brand einer Garage. Hier wurden Böllerreste sowie Lauf und Abfall festgestellt, was die Vermutung nahelegt, dass der Brand aufgrund des Abbrennens von Pyrotechnik entflammt sein könnte. Auch hier dürfte sich der Schaden auf mehrere tausend Euro belaufen. Das Feuer wurde durch die Ortswehr Wiepenkathen gelöscht.

In Buxtehude im Ellerbruch wurde gegen 00:45 h nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen durch einen noch unbekannten Täter ein Seenotsignal (Signalpistole) in der Nähe des späteren Brandobjekts abgeschossen. Der noch brennende Signalkörper landet auf dem Dach des Brandobjekts und setzt hier die Photovoltaikanlage in Brand. Der Brand breitet sich auf den Dachstuhl aus. Das Einfamilienhaus ist in Folge des Brandes und der Löscharbeiten vorerst unbewohnbar. Die Bewohner kamen bei Nachbarn unter. Der entstandene Schaden wird zunächst auf ca. 250.000 EUR geschätzt. Hier waren ca. 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet Buxtehude im Einsatz.

Insgesamt wurden die verschiedenen Ortswehren im Landkreis zu 26 Feuern alarmiert. 11 mal waren es Kleinbrände wie Mülltonnen und 8 mal Brände in der Nähe von Gebäuden.

Der Rettungsdienst und die Notärzte musste in der Silvesternacht insgesamt 54 x ausrücken, bei zwei Einsätzen wurden die jeweiligen Patienten durch Böller so schwer verletzt, dass sie ins Hamburger Universitätskrankenhaus gebracht werden mussten. Die Örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst des Landkreises war bei zwei Feuern im Ziegelkamp und in der Dankertstrasse zusätzlich im Einsatz und kümmerte sich vor Ort um die Organisation des Rettungseinsatzes.

Fotos in der digitalen Pressemappe der Polizeiinspektion Stade.

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