Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Polizeipräsidiums Mittelhessen für das Jahr 2024
27.03.2025 - 17:00:13Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Polizeipräsidiums Mittelhessen für das Jahr 2024. Marburg-Biedenkopf - Polizeipräsident Torsten Krückemeier und Abteilungsdirektor Erik Hessenmüller stellen gemeinsam die Polizeiliche Kriminalstatistik für Mittelhessen vor:
Gießen. Polizeipräsident Torsten Krückemeier und der Leiter der Abteilung Einsatz, Abteilungsdirektor Erik Hessenmüller, haben heute die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 für das Polizeipräsidium Mittelhessen sowie die der Landkreise Gießen und Marburg-Biedenkopf sowie des Wetteraukreises und des Lahn-Dill-Kreises vorgestellt.
Im vergangenen Jahr wurden in Mittelhessen insgesamt 48.639 Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße (Verstöße gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz) polizeilich erfasst. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 657 Straftaten weniger. Ein ebenfalls erfreulicher Rückgang ist bei den registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner (Häufigkeitszahl) von 4.470 im Jahr 2023 auf 4.391 im Jahr 2024 festzustellen.
Darüber hinaus spiegelt sich die kontinuierlich hohe Arbeitsleistung aller Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in Mittelhessen in einer erneut hohen Aufklärungsquote wider. Diese ist leicht von 63,2 Prozent im Jahr 2023 auf 62,6 Prozent gesunken, jedoch im landes- respektive bundesweiten Vergleich nach wie vor außerordentlich.
Der leichte Rückgang der Aufklärungsquote ist mit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes (CanG) bzw. des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) im Jahr 2024 und der damit einhergehenden Teillegalisierung des Besitzes von bestimmten Mengen an Cannabis zu begründen. Im Jahr 2024 wurden in diesem Deliktsbereich 821 Straftaten weniger registriert. Ferner sind die Zahlen der registrierten Fälle von Erschleichen von Leistungen um 209 und somit 25 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Diese klassischen "Kontrolldelikte" stellen sich dadurch dar, dass sie erst durch polizeiliche Maßnahmen feststellbar werden und somit naturgemäß auch eine identifizierte tatverdächtige Person feststeht.
Die gleichbleibend hohe Aufklärungsquote des Polizeipräsidiums Mittelhessen ist vor diesem Hintergrund weiterhin als sehr stark zu bewerten und verdeutlicht die erfolgreiche Ermittlungsarbeit aller mittelhessischen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. "Die weiterhin positive Entwicklung der Kriminalstatistik in Mittelhessen ist vor allem ein Verdienst der engagierten Arbeit unserer Beamtinnen und Beamten. Sie stehen Tag für Tag dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger in den mittelhessischen Städten und Gemeinden sicher leben. Dafür gebührt ihnen unsere Wertschätzung und größter Respekt", dankt Polizeipräsident Torsten Krückemeier allen Polizistinnen und Polizisten für ihren unermüdlichen Einsatz.
Das vollständige Pressepapier zur Vorstellung der PKS 2024 für das Polizeipräsidium Mittelhessen finden Sie in der angehängten PDF-Datei. Im Anschluss an die Pressekonferenz zur Vorstellung der PKS erhielten die Pressevertreter einen spannenden Einblick in die polizeirelevante Thematik "Gefährlichkeit von Messern". Die Einsatztrainer des Polizeipräsidiums Mittelhessen verdeutlichten zunächst theoretisch die Gefährlichkeit von Messern im Allgemeinen und im Speziellen im Rahmen von polizeilichen Einsatzlagen. Darauffolgend präsentierten die Einsatztrainer in realitätsnahen Übungsszenarien konkrete Handlungsoptionen von Einsatzkräften bei Messerangriffen. Wie schnell kann das polizeiliche Gegenüber hohe Distanzen überschreiten? Welche Reaktionszeit haben Polizistinnen/Polizisten? Welche Handlungsoptionen haben Einsatzkräfte im Ernstfall? Wie werden unsere Polizeikräfte auf Messerangriffe vorbereitet? Diese spannenden Fragen standen heute im Mittelpunkt der praktischen Vorstellung. Ziel war es, polizeiliches Handeln in bestimmten Einsatzsituationen zu veranschaulichen und für die Bürgerinnen/Bürger nachvollziehbar zu machen.
"Messer sind leicht zu beschaffen, einfach zu verbergen und schnell einsatzbereit - das macht sie in gefährlichen Situationen besonders problematisch", erklärt Polizeipräsident Krückemeier. "Gerade wenn Messer in der Öffentlichkeit mitgeführt werden, steigt das Risiko, dass Konflikte eskalieren und es zu schwerwiegenden Verletzungen oder gar tödlichen Angriffen kommt. Besonders wenn zusätzlich Alkohol im Spiel ist, sinken Hemmschwellen für Gewalt, und ein mitgeführtes Messer kann schnell zur gefährlichen Waffe werden. Deshalb ist es uns wichtig, auf diese Risiken hinzuweisen und über die Folgen aufzuklären."
Friederike Morello, Pressesprecherin
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