Kassel - Kassel: In der Nacht zum heutigen Freitag führte die Polizei Nordhessen gemeinsam mit Beamten des Polizeipräsidiums Mittelhessen sowie der Polizei Niedersachsen eine großangelegte Verkehrskontrolle auf der Tank- und Rastanlage Kassel-Ost an der Autobahn 7 durch.
29.08.2025 - 15:29:29Großkontrolle an Tank- und Rastanlage Kassel-Ost: 60 von 72 Fahrzeugen beanstandet. Der Schwerpunkt lag auf Alkohol- und Drogenbeeinflussung sowie den Besonderheiten des gewerblichen Schwerverkehrs. Ziel war eine umfassende Kontrolle der eingesetzten Fahrzeuge und Fahrer, weshalb die Polizeikräfte zusätzlich durch Fachbehörden wie das Bundesamt für Logistik und Mobilität sowie eine Streife des Zolls unterstützt wurden. Darüber hinaus begleiteten die Gefahrgutüberwachungen der Städte Hofgeismar und Kassel, ein externer Gefahrgutsachverständiger, das Straßenverkehrsamt des Landkreises Kassel sowie das Regierungspräsidium Kassel, Dezernat Arbeitsschutz, die Kontrollen. Für Ausleuchtung, Wetterschutz und logistische Rahmenbedingungen sorgte dankenswerterweise das Technische Hilfswerk (THW). Ergebnis der Kontrollen: Nur zwölf von 72 angehaltenen Fahrzeugen blieben unbeanstandet.
Die 72 Fahrzeuge waren zwischen 18 Uhr und 2 Uhr nachts angehalten und Fahrer sowie Fahrzeug auf die Verkehrstüchtigkeit hin überprüft worden. In insgesamt zwölf Fällen war die Ladung unzureichend gesichert, wobei drei Gefahrguttransporte und ein Abfalltransport auffällig waren. In 21 Fällen wurde Fahrern die Weiterfahrt untersagt, bis die Mängel an ihrem Fahrzeug behoben waren, beispielweise durch Nachsicherung der Ladung oder Umladen bei Überladung. Fehlender Versicherungsschutz oder Fahren ohne Fahrerlaubnis führte in einigen Fällen zum endgültigen Stopp an der Rastanlage. So zum Beispiel bei einem Kastenwagen, der ohne gültigen Haftpflichtversicherungsschutz gefahren wurde. Die Beamten entstempelten die Kennzeichen vor Ort und leiteten ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein. In einem anderen Fall verfügte der Fahrer eines "40-Tonners" nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis. Er hatte zudem mehrfach ohne Fahrerkarte Fahrten durchgeführt. Diese muss jedoch im Kontrollgerät stecken, damit Fahrten und Lenkzeiten automatisch dokumentiert werden. In die Kontrollstelle fuhr er noch ohne Karte ein und steckte diese erst auf dem Parkplatz ein. Auch gegen ihn wird nun ermittelt. Wegen Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten, beispielsweise in Form von Lenkzeitüberschreitungen, fehlenden Pausen, Fahren ohne Karte oder Manipulationsverdacht, erstatteten die Beamten insgesamt 25 Anzeigen. Zudem wiesen sieben der angehaltenen Fahrzeuge erhebliche technische Mängel an Beleuchtung, Reifen oder der Windschutzscheibe auf. Bei Gefahrguttransporten wurden neben der unzureichenden Sicherung in zwei Fällen nicht vorschriftsgemäß gekennzeichnete Versandstücke festgestellt. Anzeigen richten sich hier nicht nur gegen die Fahrer, sondern auch gegen Verlader und Absender.
Während der Kontrollen wurden vor Ort Sicherheitsleistungen (zur Sicherung von Straf- und Bußgeldverfahren gegen nicht in Deutschland wohnende Fahrer) sowie Verwarngelder in Höhe von insgesamt rund 4.500 Euro erhoben. Ein positiver Aspekt der Kontrollen: Von den 72 überprüften Fahrern musste lediglich bei einem eine Fahruntüchtigkeit festgestellt werden. Er stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Angesichts des Schwerpunkts der Kontrollen zu "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" ist diese Zahl überschaubar, auch wenn jeder Verstoß in diesem Bereich stets einer zu viel ist.
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