Heilbronn: Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden Württemberg und der Stadt Heilbronn
17.10.2024 - 16:00:48Kriminalitätsentwicklung in Heilbronn
Die Kriminalitätsbelastung, also die Straftaten je Einwohner, im Stadtgebiet Heilbronn lag in den letzten zehn Jahren, von 2014 bis 2023, jeweils unterhalb der durchschnittlichen Kriminalitätsbelastung der Großstädte Baden-Württembergs. Im Jahr 2023 lag die Kriminalitätsbelastung mit 8.186 Straftaten je 100.000 Einwohner weiterhin unterhalb des Durchschnitts der neun Großstädte in Baden-Württemberg, der 8.347 Straftaten je 100.000 Einwohner beträgt. Damit ist Heilbronn eine sehr sichere Großstadt - auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr 28,7 Prozent mehr Gesamtstraftaten (ohne ausländerrechtliche Verstöße) gab. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt (61,2 Prozent) wurden in Heilbronn deutlich mehr Straftaten aufgeklärt (67,1 Prozent), das markiert einen 20-Jahres-Höchstwert. Und diese hohe Aufklärungsquote wirkt sich unmittelbar auf die Sicherheit der Menschen in Heilbronn aus, denn aufgeklärte Straftaten stehen für ermittelte Täterinnen und Täter und bilden die Grundlage für Strafen durch die Justiz.
Kooperation "Sicheres Heilbronn" Mit der Kooperationsvereinbarung "Sicheres Heilbronn" verstetigen und verstärken die Sicherheitsbehörden und die Stadt Heilbronn ihre Zusammenarbeit weiter. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf den Bereichen der Innenstadt, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger unsicher fühlen. Ziel ist es, die Kriminalität und einschlägige Ordnungsstörungen weiter zu minimieren sowie das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Neben maßgeschneiderten, auf die jeweiligen Personengruppen zugeschnittenen Maßnahmen der Kriminalitätsbekämpfung, setzen Stadt und Polizei verstärkt auf mehr Präsenz, mehr Kontrollen sowie frühzeitige Platzverweise, um die subjektive Sicherheit zu stärken. Gegenüber Straftätern und als störend empfundenen Personengruppen werden konsequent Aufenthaltsverbote und andere behördliche Maßnahmen ausgesprochen und durchgeführt. Außerdem sieht die Kooperationsvereinbarung einen verstärkten Einsatz von zivilen Polizistinnen und Polizisten vor. Im Sommer 2022 führte die Stadt Heilbronn eine Bürgerbefragung zum Thema "Subjektives Sicherheitsgefühl" durch. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Studie des Instituts für Kriminologie der Universität Heidelberg haben das Polizeipräsidium Heilbronn und die Stadt Heilbronn am 24. April 2023 die Konzeption "Sicheres Heilbronn" vereinbart und umgesetzt. Inzwischen haben Stadt und Polizeipräsidium auch Gründe, die das Sicherheitsempfinden der Menschen stören, ermittelt. Dazu gehören: Raser im Innenstadtbereich, Pöbeleien und Respektlosigkeit von jugendlichen Gruppen. 2023 haben Stadt und Polizeipräsidium daraufhin folgende Maßnahmen auf den Weg gebracht: 1. Gezielte polizeiliche Präsenz- und Kontrollmaßnahmen. Diese wurden durch Streifen des kommunalen Ordnungsdienstes ergänzt. 2. In enger Abstimmung mit dem Polizeipräsidium Heilbronn erließ die Stadt bereits mehrere Verbote: Im Bereich der Hafenstraße wurde die Straßenprostitution untersagt und im Bereich Flügelnussbaum/Stadtgarten wurde ein Alkoholverbot ausgesprochen, da in Folge alkoholbedingter Enthemmungen immer wieder Ordnungsstörungen und Zunahmen im Bereich der Gewaltkriminalität festzustellen waren. Zugleich hat die Stadt das Gebiet am und um den Hauptbahnhof sowie Bereiche der Innenstadt zu Waffen- und Messerverbotszonen erklärt. Diese Maßnahmen zeigen erste Wirkungen: Im Jahr 2024 zeichnet sich bislang ein Rückgang der Straftaten im öffentlichen Raum, insbesondere auch der Aggressionsdelikte ab. Und diese positiven Wirkungen werden mit der heutigen Vereinbarung verstärkt und ausgebaut. Die Kooperationsvereinbarung "Sicheres Heilbronn" finden Sie auf unserer Homepage.
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E-Mail: heilbronn.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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