HZA-DD: Gemeinsame Pressemitteilung des Hauptzollamtes Dresden und der Staatsanwaltschaft Berlin / Finanzkontrolle Schwarzarbeit realisiert umfangreiche Durchsuchungen in mehreren Bundesländern
04.06.2025 - 16:00:16Kettenbetrugsverfahren sind gekennzeichnet durch den An- und Verkauf sowie die Verbuchung unrichtiger Belege, wie beispielsweise Rechnungen über Leistungen, die gegen Zahlung einer Provision tatsächlich nicht erbracht (sogenannte Scheinrechnungen)oder um- deklariert wurden (sogenannte Abdeckrechnungen).
Ziel dieses An- und Verkaufs von Schein- und Abdeckrechnungen ist die Schaffung eines Schwarzgeldkreislaufs, um Sozialabgaben und Steuern einzusparen. Die Arbeitnehmer der Rechnungskäufer werden meist nicht oder nur mit einem geringeren Arbeitslohn zur Sozialversicherung angemeldet und durch Schwarzgeldzahlungen entlohnt.
Durchsucht wurden Wohn- und Geschäftsobjekte in Berlin, Sachsen (Dresden, Döbeln, Radebeul und Waldheim) und jeweils einmal in Brandenburg, Bremen und Dortmund. Dabei handelte sich neben den Wohnanschriften der Beschuldigten in Berlin vor allem um mutmaßliche Scheinfirmen, aber auch um echte Firmen, die in das Kettenbetrugsmodell involviert sein könnten, sowie um Durchsuchungen bei Auftraggebern.
Es wurden 45 illegal in Deutschland aufhältige Personen (Drittausländer ohne erforderlichen Aufenthaltstitel)festgestellt sowie eine illegale Waffe und Munition als Zufallsfund beschlag-nahmt. Außerdem wurden Geschäftsunterlagen, Datenträger und Mobiltelefone sichergestellt, die im Verlauf der noch andauernden Ermittlungen ausgewertet werden. In Hinblick auf ebenfalls vorliegende Arrestbeschlüsse wurde zudem zwei hochmotorisierte Autos beschlagnahmt. Festnahmen erfolgten nicht.
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