Bad Segeberg - Am Freitag (04.04.2025) haben Einsatzkräfte des Polizeireviers Bad Segeberg mit Unterstützung der Bundespolizeiinspektion Kiel eine Schwerpunktkontrolle zum Verbot des Führens von Waffen und Messern in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs durchgeführt.
04.04.2025 - 21:59:38Bad Segeberg/ RB 82 - Polizei kontrolliert das Waffen- und Messerverbot auf der Bahnstrecke Bad Segeberg - Neumünster - Bad Segeberg - Bad Oldesloe - Bad Segeberg
In der Zeit zwischen 17 - 21 Uhr überprüften sechs gemischte Teams von Bundes- und Landespolizei insgesamt 250 Personen. Während dieser Zeit wurden vier Messer und ein Schlagring sichergestellt, die die jeweiligen Fahrgäste zugriffsbereit mitführten. Bei den sichergestellten Messern handelt es sich um drei Taschenmesser und ein Cuttermesser. Die Polizei leitete entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Nach dem Jugendschutzgesetz wurden bei weiteren minderjährigen Fahrgästen insgesamt drei Vapes sichergestellt.
Zusätzlich wurden von den eingesetzten Einsatzkräften noch fünf Aufenthaltsermittlungen gefertigt.
Gewaltdelikte in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie deren Umfeld gehen, insbesondere bei der Verwendung von Messern und anderen Waffen, mit einem besonderen Gefährdungspotenzial einher.
Mit der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 sind die Straftaten mit dem Phänomen Messerangriff landesweit im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 % gestiegen. Drei Personen wurden durch solche Angriffe getötet, 62 schwer und 308 Personen leicht verletzt.
Für den Kreis Segeberg wurde dieses Phänomen in der PKS 2024 mit 45 Fällen am häufigsten zum Delikt der Bedrohung erfasst.
Diese Zahlen sind im Besonderen geeignet, das Sicherheitsempfinden nachhaltig zu stören.
Auf Grundlage von Verordnung und Waffengesetz darf die Landespolizei Schleswig-Holstein zur Durchsetzung des Waffen- und Messerverbotes im öffentlichen Personennahverkehr sowie im Fernverkehr aus eigener Veranlassung und ohne Anlass Personen kurzzeitig anhalten, befragen und durchsuchen sowie mitgeführte Sachen in Augenschein nehmen.
Anneke Reimers, stellvertretende Revierleiterin der Polizei in Bad Segeberg, zieht ein positives Fazit der Kontrolle, "Mit der heutigen Unterstützung der Bundespolizei, konnten wir auf die veränderte Rechtslage hinweisen. Insgesamt nahmen die Bürger die Kontrollmaßnahme positiv auf und zeigten überwiegend Verständnis für die Maßnahmen."
Die Landespolizei SH wird auch zukünftig auf Grundlage der "Landesverordnung über das Führen von Messern und Waffen in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs" aktiv weitere Kontrollen durchführen und appelliert: Messer und andere Waffen haben in Bus und Bahn nichts zu suchen!
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