EM, Nationalmannschaft

Deutsche Basketballer stürmen ins EM-Finale

12.09.2025 - 17:52:56

Zweimal Finnland, zweimal gewonnen: Die Weltmeister stehen jetzt auch im EM-Finale. Es ist schon jetzt die erfolgreichste Ära im deutschen Basketball.

  • Isaac Bonga hatte wieder großen Anteil am deutschen Erfolg. - Foto: Matthias Stickel/dpa

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  • Franz Wagner und die deutschen Basketballer stehen im EM-Finale. - Foto: Sergei Grits/AP/dpa

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  • Alles im Griff! Dennis Schröder und die deutschen Basketballer spielen um den EM-Titel. - Foto: Heikki Saukkomaa/Lehtikuva/dpa

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Isaac Bonga hatte wieder großen Anteil am deutschen Erfolg. - Foto: Matthias Stickel/dpaFranz Wagner und die deutschen Basketballer stehen im EM-Finale. - Foto: Sergei Grits/AP/dpaAlles im Griff! Dennis Schröder und die deutschen Basketballer spielen um den EM-Titel. - Foto: Heikki Saukkomaa/Lehtikuva/dpa

Der Weltmeister greift jetzt auch nach dem EM-Titel. Zwei Jahre nach dem sensationellen WM-Triumph von Manila ist der nächste große Coup für die deutschen Basketballer ganz nah. Das Team um NBA-Star Franz Wagner und Kapitän Dennis Schröder gewann in Riga sein Halbfinale gegen Außenseiter Finnland mit 98:86 (61:47) und steht damit erstmals seit 20 Jahren wieder in einem EM-Finale. Damals holte Deutschland mit Dirk Nowitzki Silber.

Im Endspiel trifft die Mannschaft von Interimsbundestrainer Alan Ibrahimagic am Sonntag (20.00 Uhr/RTL und MagentaSport) auf den Sieger des zweiten Halbfinals, in dem sich heute um 20.00 Uhr Griechenland und die Türkei gegenüberstehen. Gegen Finnland waren Schröder und Wagner mit 26 und 22 Punkten die besten deutschen Werfer. Schröder steuerte vor 10.047 Zuschauern zudem zwölf Vorlagen bei.

EM-Halbfinale 2022, WM-Titel 2023, Olympia-Vierter 2024 und jetzt im EM-Endspiel - Deutschlands Basketballer erleben die erfolgreichste Ära ihrer Geschichte. «Wir sind eines der besten Teams in der Welt, das haben wir oft genug bewiesen», hatte Wagner schon vor dem Halbfinale gesagt. Er und sein Team bestätigten den Eindruck in der lettischen Hauptstadt eindrucksvoll.

Schon in der Vorrunde klarer Sieg gegen Finnland 

In der Gruppenphase im finnischen Tampere hatte Deutschland den Co-EM-Gastgeber bereits mit 91:61 deklassiert. Doch das spielte in den Köpfen der Deutschen keine Rolle. «Der Sieg aus der Vorrunde zählt nicht mehr. Finnland wird das erste Spiel im Kopf haben, sie werden sich revanchieren wollen», sagte Center Daniel Theis.

Die Situation erinnerte stark an die am Ende enttäuschenden Olympischen Spiele im vergangenen Jahr. Auch bei Olympia wurde die deutsche Mannschaft nach einer Gala in der Vorrunde gegen Gastgeber Frankreich gefeiert, um dann im zweiten Aufeinandertreffen mit den Franzosen im Halbfinale zu scheitern und später ganz ohne Medaille dazustehen.

«Ich erinnere mich noch an die Spiele gegen die Franzosen. Wir haben das ein bisschen auf die leichte Schulter genommen und abgeschaltet - das darf uns diesmal nicht passieren», hatte Kapitän Schröder gewarnt.

Schwacher Start

Und doch verschlief der Weltmeister wie schon in den beiden Spielen zuvor in Riga erneut den Start. Die Finnen, die erstmals bei einer EM überhaupt im Halbfinale standen, legten voller Euphorie los und zogen angetrieben von tausenden finnischen Fans in der Arena auf 14:6 davon.

Bei Deutschland lief dagegen zunächst nicht viel zusammen, Franz Wagner legte seine ersten vier Würfe daneben. Doch die deutsche Mannschaft blieb ruhig und steigerte sich. Schröder traf per Dreier, dann stopfte Wagner den Ball per Dunk in den Korb. Die deutsche Angriffsmaschinerie kam nun ins Rollen.

Schröder und Wagner führen Team an

Bei den Finnen fielen die Würfe dagegen nicht mehr so gut wie in den ersten fünf Minuten. Nach dem ersten Viertel lag Deutschland mit vier Punkten vorn (30:26) und baute seinen Vorsprung danach kontinuierlich aus. Zwischenzeitlich hatte sich der Weltmeister mit 19 Punkten abgesetzt (49:30). Auf einmal traf sogar Wagner seine Würfe aus der Distanz - zur Pause führte Deutschland mit 14 Punkten.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Finnen noch einmal alles und verkürzten auf sechs Zähler (73:79). Deutschland wackelte kurz, blieb aber cool und zog angeführt von Schröder, der schon Mitte des dritten Viertels ein Double-Double verzeichnete, wieder davon.

Und das, obwohl Ibrahimagic nur zehn Spieler zur Verfügung hatte, weil neben Johannes Voigtmann (Knie-Operation) auch noch Justus Hollatz mit einer Fußverletzung ausfiel. Beide verfolgten den Finaleinzug aber von der deutschen Bank aus, wo auch der nach wie vor gesundheitlich angeschlagene Bundestrainer Alex Mumbru saß.

@ dpa.de

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