Schwesig, Union

Schwesig wirft Union BeschÀdigung das Bundesverfassungsgerichts vor

11.07.2025 - 08:51:05

Die MinisterprĂ€sidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), kritisiert die Union fĂŒr den Umgang mit der Kandidatin fĂŒr das Bundesverfassungsgericht Frauke Brosius-Gersdorf.

"Ich habe kein VerstĂ€ndnis dafĂŒr, wie man mit einer solchen Debatte das höchste Gericht in Deutschland beschĂ€digt", sagte Schwesig am Freitag den Sendern RTL und ntv. Sie forderte die Union dazu auf, wie besprochen fĂŒr die SPD-Kandidatin zu stimmen. "Jetzt kommt es darauf an, ob Herr Spahn und Herr Merz in der Lage sind, dass ihre Reihen geschlossen sind." Die PersonalvorschlĂ€ge seien im Vorfeld ausgetauscht worden und es habe keine Kritik gegeben.

Nun mĂŒssten sich CDU und CSU als verlĂ€sslich zeigen. "Das ist das Einmaleins, wenn eine Koalition gut zusammenarbeiten soll." Kurz vor den Beratungen im Bundesrat zum sogenannten "Investitionsbooster" und Infrastruktur-Sondervermögen verteidigte Schwesig beide Vorhaben trotz der hohen Kosten. "Es sind zwei große Pakete, die Wachstum bringen werden, und das ist dringend notwendig", sagte sie. Deutschland erlebe im dritten Jahr in Folge eine Rezession, die Wirtschaft brauche also diese Impulse. "Lars Klingbeil hat hier wirklich schnell geliefert als Investitionsminister." Zudem habe er dafĂŒr gesorgt, dass die Kommunen die SteuerausfĂ€lle durch den "Investitionsbooster" nicht selbst stemmen mĂŒssten. Daher gehe sie von einer großen Zustimmung des Bundesrates aus. Schwesig hĂ€lt die Milliardenpakete fĂŒr richtig, obwohl sie die Haushaltslage in den kommenden Jahren durch Zins und Tilgung erschweren werden. Das grĂ¶ĂŸte Problem fĂŒr die öffentlichen Haushalte sei fehlendes Wachstum. Dies bedeute weniger Einnahmen bei Steuern und Sozialabgaben. "Deshalb wird es auch fĂŒr die Haushalte gut sein, wenn es der Wirtschaft wieder besser geht, wenn es Wirtschaftswachstum gibt." Man mĂŒsse zwar auch sparen, dennoch solle die Bundesregierung an geplanten Koalitionsprojekten wie der höheren Pendlerpauschale und der reduzierten Mehrwertsteuer in der Gastronomie festhalten, so Schwesig.

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