DFB-Urteil, Union

Nach DFB-Urteil: Union zieht vor StÀndiges Schiedsgericht

28.02.2025 - 20:04:18

Auch die zweite Instanz beim DFB wertet das Skandalspiel Union gegen Bochum mit dem Feuerzeugwurf fĂŒr den VfL. Die Berliner wollen aber weiter nicht aufgeben.

Nach der erneuten Niederlage am GrĂŒnen Tisch will der 1. FC Union Berlin in dem Verfahren um den Feuerzeugwurf auch die letzte Instanz anrufen. Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes hatte entschieden, die Partie von Union gegen den VfL Bochum mit 2:0 fĂŒr die Bochumer zu werten. Union-PrĂ€sident Dirk Zingler wertete dies als politisch motiviertes Urteil und kĂŒndigte an: «Wir sind daher gezwungen, dem politischen Druck zu entgehen und werden das StĂ€ndige Schiedsgericht anrufen.»

Dies ist die letzte Möglichkeit fĂŒr Union, dass die Bundesliga-Partie, die Anfang Dezember eigentlich 1:1 ausgegangen war, doch noch anders gewertet wird. Das höchste DFB-Gericht hatte geurteilt, dass Union ein Verschulden zugerechnet werden mĂŒsse, weil ein Berliner AnhĂ€nger ein Feuerzeug auf Bochums TorhĂŒter Patrick Drewes geworfen hatte. Dieser konnte danach nicht weiterspielen.

«Wir waren heute Zeuge eines Verfahrens, in dem erstmalig das Fehlverhalten eines Zuschauers zu einer Spielumwertung gefĂŒhrt hat», sagte Zingler in einer schriftlichen Stellungnahme. «Und das trotz einer ordnungsgemĂ€ĂŸen Beendigung des Spiels durch den Schiedsrichter. Die Schaffung dieses PrĂ€zedenzfalls war aus unserer Sicht Ziel des Kontrollausschusses. Das Gericht ist vom VfL Bochum und vom Kontrollausschuss aufgefordert worden, ein politisches Signal zu senden. Dies war nur möglich unter fehlerhafter Anwendung der Rechts- und Verfahrensordnung.»

@ dpa.de