Zukunftsängste, Dialog

Zukunftsängste: Dialog zwischen Jung und Alt als Lösung?

02.02.2026 - 21:03:11

Eine Studie zeigt eine Kluft zwischen persönlicher Lebenszufriedenheit junger Menschen und ihrer pessimistischen Zukunftserwartung für Deutschland, getrieben von Krisen und finanziellen Sorgen.

Junge Menschen blicken trotz persönlicher Zufriedenheit pessimistisch in die Zukunft. Das zeigt eine aktuelle Studie der Liz Mohn Stiftung. Während über die Hälfte der Jugendlichen mit dem eigenen Leben zufrieden ist, erwarten nur 22 Prozent eine positive Entwicklung für Deutschland. Die Diskrepanz ist groß.

Krieg, Klimawandel und Inflation dominieren die Sorgen der Generationen Z und Y. Sie fürchten, schlechtere Chancen auf Job, Wohnung und Altersvorsorge zu haben als ihre Eltern. Die ständige Flut negativer Nachrichten verstärkt das Gefühl der Unsicherheit.

Woher kommt die tiefe Verunsicherung?

Experten sehen die Wurzeln in einem wachsenden Gefälle der Lebensrealitäten. Ältere Generationen erlebten wirtschaftlichen Aufschwung und Planbarkeit. Jüngere sehen sich mit den kumulierten Folgen globaler Krisen konfrontiert – von der Klimakatastrophe bis zur geopolitischen Instabilität.

Das prägt auch ihre Prioritäten: Für 51 Prozent der 14- bis 29-Jährigen ist Geld die Top-Motivation bei der Jobwahl. Der „Spaß an der Arbeit“ rutscht damit auf Platz zwei. Die Sorge um finanzielle Unabhängigkeit treibt sie an.

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Kann Gespräch die Gräben schließen?

Initiativen für den intergenerationalen Dialog boomen. Sie setzen auf Austausch, um Verständnis zu schaffen – ob bei Veranstaltungen wie dem „Breakfast Club“ zur Energiewende oder in Theaterstücken wie „Das Herz eines Boxers“ am Berliner GRIPS Theater.

Eine Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums brachte ein überraschendes Ergebnis: Im direkten Gespräch treten Konflikte seltener auf als erwartet. Gemeinsame Werte und Einstellungen kommen oft zum Vorschein.

Vom Krisenmodus zum gemeinsamen Handeln

Psychologen warnen: Die permanente Konfrontation mit negativen Schlagzeilen kann die Psyche junger Menschen in einen Dauerkrisenmodus versetzen. Der Austausch mit Älteren, die selbst schwierige Zeiten bewältigt haben, kann hier Vertrauen zurückgeben.

Die Jugendtrendstudie 2025 zeigt einen klaren Zusammenhang: Junge Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren, haben weniger Ängste und eine höhere Lebenszufriedenheit. Der Dialog kann helfen, aus passiver Sorge aktives Gestalten zu machen.

Die Zukunft: Dialog aus der Nische holen

Die kommenden Jahre werden zeigen, ob der Generationenaustausch zum gesellschaftlichen Standard wird. Themen wie Generationengerechtigkeit, Alterssicherung und psychische Gesundheit drängen. Die Forderung der Jugend bleibt klar: eine ambitionierte Klimapolitik, die die Ursachen der Ängste angeht.

Damit der Dialog Wirkung entfaltet, muss er breiter werden – in Schulen, Unternehmen und digitalen Räumen. Sein größtes Potenzial? Empathie zu schaffen und die Verantwortung für die Zukunft auf mehrere Schultern zu verteilen.

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