Zürcher Ressourcen Modell bekämpft Prokrastination an der Wurzel
31.01.2026 - 01:01:12Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) bietet einen wissenschaftlichen Ausweg aus der Aufschieberitis. Die Methode bekämpft nicht nur Symptome, sondern geht an die emotionalen Ursachen der Prokrastination.
Warum To-do-Listen oft nicht helfen
Klassische Zeitmanagement-Tipps scheitern häufig, weil sie das eigentliche Problem ignorieren: Prokrastination ist selten Faulheit, sondern meist eine Strategie, unangenehme Gefühle zu vermeiden. Angst vor Versagen, Überforderung oder Perfektionismus blockieren dann den Start in die ungeliebte Aufgabe. Reine Disziplin-Apps oder ausgefeilte Listen erhöhen oft nur den inneren Druck.
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Das an der Universität Zürich entwickelte ZRM setzt genau an dieser emotionalen Stellschraube an. Statt gegen Widerstände zu kämpfen, macht es sie zum Ausgangspunkt der Veränderung.
So aktiviert das ZRM innere Stärken
Der Kern der Methode ist die Überzeugung, dass jeder Mensch alle nötigen Ressourcen für Veränderung bereits in sich trägt. Das ZRM hilft, diese verborgenen Stärken zu wecken und für konkrete Ziele nutzbar zu machen. Der Prozess verbindet dabei Verstand, Gefühl und Körper.
Ein zentrales Werkzeug ist die Arbeit mit Motto-Zielen. Diese werden nicht aus dem Kopf, sondern über intuitive Bildauswahl entwickelt. Sie beschreiben einen erwünschten emotionalen Zustand – wie „gelassen und fokussiert“ – und wirken so als innerer Kompass. Die Forschung bestätigt: Solche emotional verankerten Ziele steigern die Motivation nachhaltig.
Vom guten Vorsatz zur automatischen Handlung
Damit das Motto-Ziel im Alltag wirkt, baut das ZRM einen persönlichen Ressourcen-Pool auf. Dazu zählen:
* Positive Erinnerungen und bereits gemeisterte Herausforderungen
* Unterstützende Menschen im eigenen Umfeld
* Körperhaltungen, die Kraft geben (Embodiment)
Der entscheidende Transfer gelingt mit Wenn-Dann-Plänen. Sie verknüpfen kritische Situationen direkt mit einer Handlung aus dem Ressourcen-Pool. Ein Beispiel: „Wenn ich mich vor dem leeren Dokument überfordert fühle, dann atme ich tief durch und rufe mir mein Kraftbild ins Gedächtnis.“ Das Gehirn lernt so, automatisch die neue Strategie abzurufen.
Ein Modell für die Zukunft der Selbstführung
Die Nachfrage nach Methoden für psychische Widerstandskraft und Selbststeuerung wächst. Das wissenschaftlich fundierte ZRM ist hier gut aufgestellt. Seine Prinzipien könnten künftig stärker in digitale Gesundheits-Apps und Coachings einfließen. In einer komplexen Welt gewinnt dieser ganzheitliche Ansatz, der Körper und Geist verbindet, weiter an Bedeutung.


