Zucker, Alzheimer-Treiber

Zucker als Alzheimer-Treiber: Gehirn leidet unter Insulinresistenz

16.01.2026 - 07:28:12

Neue Studien belegen, dass eine durch Zucker ausgelöste Insulinresistenz im Gehirn ein Hauptrisikofaktor für Alzheimer ist. Experten sprechen von 'Typ-3-Diabetes' und betonen das enorme Präventionspotenzial.

Hoher Zuckerkonsum erhöht das Alzheimer-Risiko deutlich. Neue Studien belegen: Eine daraus resultierende Insulinresistenz im Gehirn ist ein zentraler Risikofaktor für die neurodegenerative Erkrankung. Fachleute sprechen bereits von “Typ-3-Diabetes”, um die gestörte Glukoseverwertung im Denkorgan zu beschreiben.

Das Gehirn im Energienotstand

Das Problem beginnt lange vor den ersten Symptomen. Chronisch hohe Zuckerzufuhr führt zu erhöhten Insulinspiegeln, die eine Insulinresistenz der Gehirnzellen fördern. Diese verlieren dann die Fähigkeit, Glukose – ihren wichtigsten Energielieferanten – effizient zu nutzen.

Dieser Energiemangel in den Nervenzellen kann dem eigentlichen Gedächtnisverlust um Jahre oder sogar Jahrzehnte vorausgehen. Studien zeigen, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes ein signifikant höheres Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken.

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Gefäßschäden und Entzündungen als Verstärker

Die Schäden gehen über den reinen Zellstoffwechsel hinaus:
* Ein dauerhaft hoher Blutzucker schädigt die Blutgefäße, auch im Gehirn. Dies kann die Durchblutung stören und das Risiko für eine gefäßbedingte Demenz erhöhen.
* Hohe Insulinspiegel fördern zudem Entzündungsprozesse im Gehirn, die mit der Bildung der für Alzheimer typischen Amyloid-Plaques in Verbindung gebracht werden.

Experten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Hirnstiftung bewerten Zucker daher als eine Substanz, die in hohen Dosen neurotoxisch, also nervenschädigend, wirken kann.

Prävention hat enormes Potenzial

Die gute Nachricht: Ein großer Teil der Demenzerkrankungen ist vermeidbar. Ein wegweisender Bericht der Lancet Commission kam 2024 zu dem Schluss, dass bis zu 45 Prozent aller Demenzfälle durch Lebensstilanpassungen verhindert oder verzögert werden könnten.

Diabetes und Ernährung spielen dabei eine Schlüsselrolle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Aufrechterhaltung eines gesunden Blutzuckerspiegels zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen – neben Bewegung, Rauchverzicht und ausgewogener Ernährung.

Ernährung als Schlüssel zum Schutz

Die Forschung sucht nach Therapien, die die Insulinsensitivität des Gehirns gezielt verbessern. Bereits heute ist die Empfehlung klar: Der Konsum von freiem und zugesetztem Zucker – vor allem aus Süßgetränken und verarbeiteten Lebensmitteln – sollte deutlich reduziert werden.

Eine Ernährung mit viel frischem Gemüse, Fisch und gesunden Fetten kann das Alzheimer-Risiko wesentlich senken. Die Aufklärung über die Folgen hohen Zuckerkonsums wird damit zu einem entscheidenden Hebel für die Gesundheit unserer alternden Gesellschaft.

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